Abendstunden des 1. Mai:Großeinsatz der Feuerwehr am Bonner Münster

Glücklicherweise war es kein Feuer und es gab keinerlei Brandschäden – das dürfte nun feststehen, nachdem es am Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr am Bonner Münster gegeben hatte.
Gegen 21 Uhr hatten aufmerksame Passanten den Notruf gewählt, weil an der Spitze des Vierungsturms der Münsterbasilika deutliche graue Schlieren zu sehen waren. Auch die Fachleute der Bonner Feuerwehr deuteten das auf den ersten Blick als Brandrauch.
Münsterkaplan Dr. Christian Jasper, der mit den ersten Einsatzkräften am Münster eintraf, sagt: „Die Meldung vom Feuer im Bonner Münster war alarmierend. Nicht auszumalen, wenn es in dem 80 Meter hohen Vierungsturm mit dem Dachstuhl aus Holz wirklich zu einem Feuer käme. Beeindruckend war, wie schnell und professionell die Bonner Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort war. Niemand wollte sich mit Mutmaßungen zufrieden geben, sondern sichergehen, dass wirklich kein Brandherd an der Turmspitze übersehen wurde.“
Weil Drohnenaufnahmen und Wärmebildkameras kein klares Ergebnis brachten, entschied die Feuerwehr, die gut 80 Meter hohe Turmspitze auch von außen gründlich zu untersuchen. Dazu wurde ein Spezial-Kranwagen angefordert. Anzeichen für ein Feuer ließen sich indes nicht finden. Ebenso bei einer Nachkontrolle am Samstagmorgen.
Stattdessen erhärtete sich am Samstag die Vermutung: Ein ungewöhnlich großer Insektenschwarm könnte um die Turmspitze des Bonner Münsters kreisen und von unten wie Brandrauch aussehen. Auch am Samstagabend ließ sich dieses Schauspiel wieder beobachten.
Ein großer Dank auch von Stadtdechant Msgr. Dr. Markus Hofmann, der am Freitag außerhalb Bonns auf Termin war: "Dank an Feuerwehr, Polizei und die Mitarbeiter der Kranwagen-Firma Baumann. Trotz modernster Brandschutztechnik sind wir auf wachsame Menschen und tatkräftige Rettungsdienste angewiesen."