Generalsanierung: Bauzaun am Bonner Münster wird erweitert

Fläche wird für Arbeiten im Rahmen der Generalsanierung benötigt - Kreuzgang nur noch teilweise betretbar – Köpfe der Stadtpatrone nicht mehr sichtbar
11. August 2018; Sebastian Eckert (sebastian.eckert@katholisch-bonn.de)

BONN. Der Bauzaun am Bonner Münster wächst. Außerhalb des Bonner Münsters entsteht ein rund 70 Meter langer zweiter Abschnitt, der einen Großteil der Nordseite sowie die gesamte Ostfassade und Teile des Martinsplatzes umfasst. Er umfasst eine Fläche zwischen dem nördlichen Querhaus und der Mauer mit den Martinsreliefs nahe des Hofs zum Osteingang am Bonner Münster. Auch das Kunstwerk der „Köpfe der Stadtpatrone“ werden nach der Erweiterung nicht mehr sichtbar sein.

 

Der zusätzliche Bereich wird unter anderem benötigt als Fläche für Maschinen, für Transporte, zum Lagern von Baumaterialien und als Stellfläche für die Gerüste benötigt im Rahmen der Generalsanierung. Die Gerüste sind notwendig für die Sanierungsarbeiten an der Außenhülle der fast tausendjährigen Basilika. Ein Großteil der Fassade muss saniert werden. Unter anderem gibt es Schäden durch untereinander unverträgliche Materialien, etwa zu harter Fugenmörtel bei weichen Tuffsteinen, an weiten Teilen der Fassade, Oberflächenschäden durch Verwitterung und Umwelteinflüsse.

 

 Mehr zu den Schäden unter bonner-muenster.de/sanierung/generalsanierung/schaeden-massnahmen/


Kreuzgang nur noch teilweise betretbar

Auch im mittelalterlichen Kreuzgang muss für die Arbeiten im Rahmen der Generalsanierung Platz geschaffen werden. Ein mobiler Gitterzaun wird den gesamten östlichen Teil des Kreuzgangs abtrennen. Zusätzlich muss ein Stück zwischen dem Zugang zur Basilika und dem Innenhof abgesperrt werden. Der verbleibende südwestliche Innenhof samt des zentralen Brunnens wird damit nicht mehr begehbar sein. Einzig der westliche und südliche Gang sowie die Eingänge am Bonner Münster-Laden und der Bonner Münster-Information bleiben für die Öffentlichkeit nutzbar. Die Arbeiten für diesen Zaun beginnen ab dem 20. August.

 

Die Köpfe der Stadtpatrone

Im Jahr 2002 hat der Bildhauer Iskender Yediler die Köpfe von Cassius und Florentius geschaffen. Die Anordnung der Köpfe, die seitlich bzw. schräg liegen, verweist auf das Martyium der zum Christentum konvertierten römischen Soldaten, die wegen ihres Glaubens geköpft wurden. Die etwa zwei Meter hohen Köpfe sind aus Granit gehauen und jeweils rund sieben Tonnen schwer. Die Vorlagen waren Figuren des Sakramentshauses (1613) im Hochchor des Bonner Münsters.

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