Citypastoral - Öffentlichkeitsarbeit

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Herrlichkeit

Vor wenigen Tagen am Fest der Erscheinung des Herrn haben wir noch gesungen: „Die Herrlichkeit des Herrn erscheint“. Am vergangenen Sonntag, dem Fest der Taufe Jesu, endete die Weihnachtszeit. Ein Blogbeitrag dazu hat Msgr. Bernhard Auel verfasst

Vor wenigen Tagen am Fest der Erscheinung des Herrn haben wir noch gesungen: „Die Herrlichkeit des Herrn erscheint“. Am vergangenen Sonntag, dem Fest der Taufe Jesu, endete die Weihnachtszeit.

 

Das Bild von der Hochzeit zu Kana – hier ein Fresko aus der griechisch-orthodoxen Kirche St. Gabriel in Nazareth – verlängert diese Zeit, auch wenn wir den Zusammenhang nicht unbedingt erkennen. Am kommenden Sonntag werden wir das Evangelium wieder hören. Die Liturgie der Kirche lässt in ihren Gebeten den Zusammenhang erkennen.

 

Im Stundengebet der Kirche hieß es: „ Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt: im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden. Die Weisen reisen mit ihren Geschenken zur königlichen Hochzeit. Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste“. Im Evangelium werden wir lesen: „So tat Jesus sein erstes Zeichen in Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit“.

 

Wir verstehen dies besser, wenn wir darin entdecken, in welcher Beziehung Christus zu seiner Kirche steht. Das zweite Vatikanische Konzil nennt in der sogenannten Kirchenkonstitution die verschiedenen Bilder für die Kirche. Sie wird u. a. als eine Braut beschrieben, die geschmückt ist für den Bräutigam Christus. Gerade in unseren Tagen, wenn wir auf die Christen schauen, die aus Syrien fliehen, mag uns ein Text aus der syrischen Liturgie, der ganz von diesem Geheimnis geprägt ist, helfen. ´

 

Da beten die Christen am Fest der Epiphanie: „Im Sturm war die Kirche ihrem himmlischen Bräutigam verlobt. Gefeiert sei Christus, der dich zur Braut erkor aus den Wassern der Taufe“. Zu seiner Herrlichkeit sind wir eingeladen.

 

Denn Jesus will, dass wir das Leben haben – in Fülle.

 

Ihr Pfarrer i. R. Bernhard Auel, Subsidiar

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