Citypastoral - Öffentlichkeitsarbeit

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Ein Doppelfest der besonderen Art

Jedes Jahr aufs Neue fühlt es sich für mich merkwürdig an. Am 1. November des Jahres feiern wir das Fest Allerheiligen. In einigen Bundesländern, auch bei uns in Nordrhein-Westfalen, ist dies ein Feiertag. Wer an diesem Tag frühmorgens unterwegs ist, der trifft möglicherweise noch auf das ein oder andere Gespenst, ein Überbleibsel der Halloweenparty vom Vorabend.

Wem es an Allerheiligen zu langweilig wird, der fährt in die benachbarten Niederlande und verbringt den Tag mit Shopping und dem obligatorischen Frietjes essen.
Am selben Tag aber zieht es gleichzeitig viele Menschen auf die Friedhöfe, an die Gräber ihrer lieben Verstorbenen. Dann schmücken entzündete Kerzen und Blumen die Gräber. Vielerorts finden am Nachmittag des 1. Novembers auch Gräbersegnungen statt. Gefühlt ist Allerheiligen eher ein Toten-Gedenktag, den wir eigentlich aber erst an Allerseelen, den darauf folgenden Tag, feiern. Doch wer an diesem 2. November keinen Urlaubstag nimmt, der muss arbeiten.

Ursprünglich wurde Allerheiligen das Fest "aller der in Christus vollendeten" am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Erst im 8. Jahrhundert verlegte es Papst Gregor IV. auf den 1. November. Abt Odilo von Cluny hat 998 den 2. November zum Gedenktag für die Verstorbenen ausgerufen.

Allerheiligen und Allerseelen, wie passen diese Tage nur zusammen? Der gemeinsame Nenner ist doch der: an beiden Tagen gedenken wir der Verstorbenen. Ob heilig oder nicht. Wir tun dies in der Überzeugung, dass es über den Tod hinaus eine Verbindung zu den Verstorbenen gibt. Seien es die Geschichten und Legenden über die Heiligen, oder die ganz konkreten Erinnerungen an unsere lieben Verstorbenen aus dem Familien oder Freundeskreis.

 

Sebastian Stiewe

Leiter Citypastoral

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