Woche der Goldhandys

23. - 29. November 2019
20. November 2019; Barbara Ritter

missio-Pressemeldung:

 

Unter dem Titel „Woche der Goldhandys“ ruft das katholische Hilfswerk missio zwischen dem 23. und 29. November 2019 zum Spenden von ausgemusterten Handys auf. „Wir wenden uns mit der Mitmach-Aktion an alle Menschen, die ein altes Handy besitzen“, erklärt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio in Aachen. „Denn in deutschen Schubladen verstauben über 124 Millionen alte Geräte, die Gold wert sind“. Das Mitmachen bei der Aktion ist einfach: Aktuell gibt es über 400 öffentliche Stellen, an denen alte Handys gespendet werden können. Ebenso stellt missio kostenlose Aktionspakete für die Durchführung der Spendenaktion in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Unternehmen zur Verfügung. Natürlich können ausgemusterte Handys auch direkt an missio geschickt werden. 

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Auch in Beuel und Bad Godesberg beteiligen sich katholische und evangelische Gemeinden an der Aktion. Ausgediente Handys können in Pfarrbüros, KiTas und Kirchen abgegeben werden.

Zentral in Bonn kann man in der Woche bis zum 29.11.2019 seine Handys in der Münster-Information, Gangolfstraße 14, 53111 Bonn abgeben.

 

 „Eigentlich wissen wir ganz genau, was wir tun müssten, um nachhaltig zu leben. Da wir aber mehr im Kopf als im Herzen sind, sind unsere Angst und unsere Bequemlichkeit größer als unser Mut und unsere Vernunft. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam eine lange Reise antreten: Die 30 cm vom Kopf ins Herz. Der erste Schritt dazu könnte sein, das eigene Handy in ein Goldhandy zu verwandeln. Im letzten Jahr haben das 800 Bonner vorgemacht. Wir freuen uns darauf, dass auch in diesem Jahr wieder viele die Chance für die Schöpfung nutzen und ihre alten Schätze bei uns in der Münster-Information oder an anderen Orten spenden. Jedes Handy zählt!" sagt Michael Mann von der Stadtpastoral Bonn.

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Wie sinnvoll solche Recycling-Maßnahmen sind, zeigt die Tatsache, dass in 41 Smartphones so viel Gold enthalten ist wie in einer Tonne Golderz. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro. Inzwischen sind große Elektrofachmärkte ebenfalls auf die Idee des Recyclings aufmerksam geworden und testen sogenannte „Sell & Go-Automaten“, mit denen Altgeräte gekauft werden. Doch dieses kommerzielle Modell unterscheidet sich fundamental von missios Woche der Goldhandys. Anders als im Einzelhandel fließt bei missio ein Teilerlös des Recyclings als Spende in Hilfsprojekte im Kongo. 

 

Der Termin der Aktionswoche wurde bewusst gewählt, da der 25. November der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ ist. Dieser Tag soll darauf aufmerksam machen, dass sexuelle Gewalt im Kongo als Kriegswaffe von Rebellen eingesetzt wird, während sie  gezielt die Regionen mit den wertvollen Mineralien erobern, die für die Produktion von Smartphones benötigt werden. 

missio ruft seit 2017 zum dritten Mal die Woche der Goldhandys aus. Bislang wurden seitdem 120.000 alte Mobiltelefone gespendet. Rund 16.000 der Altgeräte konnten wiederaufbereitet werden, die übrigen Handys wurden recycelt. Daraus wurden 2,5 Kilogramm Gold, 17 kg Silber und 835 kg Kupfer zurückgewonnen. Das Recycling erfolgt ausschließlich in Europa, wo der missio-Kooperationspartner Mobile-Box auch die wiederaufbereiteten Geräte auf den Markt bringt.

Unter allen Teilnehmern der Handyspenden-Aktion verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „ Futurephones-Shop“. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys.

 

Vortrag: Wie Traumazentren Gewaltopfern im Kongo helfen

Abbé Justin Nkunzi berichtet über seine Arbeit am 27. November 2019 in Beuel

Abbé Justin Nkunzi ist Direktor der katholischen Menschenrechtsorganisation Justitia et Pax. Er lebt im Osten des Kongos, wo ein blutiger Bürgerkrieg um die wertvollen Mineralien wütet. Um diese Menschen kümmert sich Nkunzi. Justitia et Pax bietet psychosoziale Begleitung und Betreuung von Gewaltopfern an. Priester Justin Nkunzi hat mit Hilfe von missio Traumazentren aufgebaut, wo die betroffenen Menschen seelsorgerische und psychologische Hilfe erhalten.

 

Am Mittwoch, 27. November 2019, berichtet er über seine Arbeit im Rahmen eines Vortrags im Pfarrheim Sankt Josef (An St. Josef 19a, 53225 Bonn-Beuel)

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