Tagungshaus Münster-Carré schließt zum 31. Dezember 2018

Vorübergehend interne Nutzung der Räume - Neues Konzept für die Zeit nach der Generalsanierung wird erarbeitet
17. August 2018; Sebastian Eckert

 

Bonn. Zum 31. Dezember 2018 schließt das Bonner Münster-Carré als Tagungshaus. Der wirtschaftliche Weiterbetrieb ist nicht mehr möglich. 

 

Das entschied der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Sankt Martin als Eigentümerin nach intensiven Erörterungen mit dem Generalvikariat des Erzbistums Köln als Aufsichtsbehörde. „Der wirtschaftliche Betrieb als Tagungshaus ist unter den jetzt gegebenen Umständen nicht möglich“, erklärt Michael Bogen vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Sankt Martin am Bonner Münster.

 

Es hat sich gezeigt, dass der Betrieb eines Tagungszentrums gleichermaßen als Angebot an externe Kunden wie auch kirchliche Nutzer nicht auskömmlich darstellbar ist.  Zwar hätten sich die Geschäftszahlen unter der neuen Leitung zuletzt positiver entwickelt, jedoch wurden bereits in der Konzeptionsphase bestehende Kosten nicht korrekt in die Kalkulation mit hineingenommen. Nach erneuter Prüfung der Strukturen und Aufarbeitung der Zahlen durch Erzbistum und Kirchengemeinde ist klar, dass sich diese mit dem bestehenden Tagungshaus-Konzept nicht erwirtschaften lassen. Das Bonner Münster-Carré gehört damit neben dem Bonner Münster-Laden zu den defizitären Eigenbetrieben, die laut Prüfung des Erzbistums Köln durch Gelder der Kirchengemeinde unzulässigerweise gestützt wurden. 

 

Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch die Generalsanierung, wodurch Räumlichkeiten wie der Kapitelsaal und auch der Kreuzgang nur noch eingeschränkt nutzbar sein werden, sowie durch Baulärm, der sich störend auf das Tagungsgeschäft auswirken und eine Verschlechterung der Zahlen bedeuten würden. 

 

Um finanziellen Schaden von der Kirchengemeinde abzuwenden, hat sich der Kirchenvorstand daher zur Schließung des Tagungshauses Münster-Carrés entschlossen.  Derzeit wird geprüft, ob die beiden Mitarbeiter des Münster-Carrés innerhalb Münsterpfarrei weiterbeschäftigt werden können. Sollte es keine Perspektive in der Pfarrei geben, wird das Erzbistum Köln die beiden Mitarbeiter bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung in vergleichbaren Einrichtungen des Erzbistums unterstützen.

 

Es werden nun kurzfristig Planungen anlaufen, wie die verbleibenden Räumlichkeiten des Carrés während der Sanierung des Bonner Münsters weiter sinnvoll für kirchliche Angebote genutzt werden können. Einzelne Räume werden als Ausgleichsflächen gebraucht für Büros, die während der Sanierung nicht mehr nutzbar sind. Für die Zeit nach Abschluss der Münstersanierung wird ein tragfähiges Konzept für die Räumlichkeiten rund um die Basilika zu entwickeln sein. 

 

Das Bonner Münster-Carré

Seit 2009 gibt es das Tagungs- und Veranstaltungshaus Bonner Münster-Carré.

Es beinhaltet drei Sitzungsräume, den Gangolf- und Kapitelsaal von 22 bis 155m² für bis zu 200 Personen sowie den mittelalterlichen Kreuzgang und ist am Bonner Münster angesiedelt.

   

Zurück