Martinsaktion 2018: Licht sein - Wie Sankt Martin

2700 Weckmänner werden verteilt - Crowdfunding für den großen Martinszug - Martin als Soldat und Bischof - Mantelteilung am Sterntor - Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
18. Oktober 2018; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

BONN. Es ist einer der größten Umzüge im ganzen Rheinland: Der große Martinszug durch die Bonner Innenstadt mit mehr als 1500 teilnehmenden Kindern. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dazu gehören die Organisation des Zuges ebenso wie die Planung von vielen Besuchen in Altenheimen und Uni-Kinderklinik, Schulen und Kindergärten und die Einsatzplanung von rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

 

Die Martinsaktion 2018 steht unter dem Motto "Licht sein - wie Sankt Martin". "So wie er die Not der Menschen gesehen und sofort geholfen hat, kann er uns ein leuchtendes Vorbild sein“, erklärt Sebastian Stiewe das Leitwort. „In jedem von uns steckt ein Martin, der durch die Geschichten und das Fest des Heiligen geweckt werden kann“ , hofft Stiewe.

 

Schon zu Lebzeiten hatten die Menschen Martin so sehr geschätzt und bewundert, dass sie ihn gegen seinen Willen zum Bischof von Tours machten. Dies wird in diesem Jahr zum ersten Mal deutlich, wenn sich am Ende des Zuges der Heilige Martin nicht nur als Soldat, sondern auch als Bischof zeigt. Die Szene der Mantelteilung werden die Zugteilnehmer am Sterntor sehen. Eine Anspielung auf das Stadttor von Amiens, wo der junge Soldat Martin dem Bettler begegnet sein soll.

 

„Seit den Sommerferien befinden wir uns in der heißen Phase der Vorbereitungen, wobei die ersten Planungsgespräche schon im Juni stattfanden“, erklärt Stiewe. Dazu gehören Absprachen mit der Stadt und Polizei und Ideen zur Gestaltung. 1300 Kinder aus neun Kindertagesstätten und Schulen mit Begleitern und Eltern, Gäste und Zuschauer sollen einen reibungslosen und vor allem eindrucksvollen Martinszug erleben.

 

Der Martinszug selbst ist aber „nur“ Schluss- und Höhepunkt einer einwöchigen Aktionswoche mit Gottesdiensten und Besuchen in Kindergärten und Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern, Institutionen und Firmen. Rund 3000 Weckmänner verteilen die Martinsdarsteller Martin Heide und Felix Holtkamp in dieser Zeit. Eingepackt sind sie in Papiertüten auf denen die Martinslegende und die Herkunft des Weckmanns erklärt sind. „Sehr bewegend ist vor allem der Besuch in der Unikinderklink, welcher durch die ‚Grünen Damen‘ zusammen mit Ärzten und Pflegekräften liebevoll vorbereitet wird“, sagt Stiewe und ergänzt: „Wohlwissend, dass es für einige der Kinder der letzte Besuch des Heiligen Martin sein kann.“

 

Martinsaktion und Martinszug sind mit vielen Arbeitsstunden aber auch Kosten verbunden: Insgesamt 17.000 Euro. Neben den Zuschüssen der Stadt und des katholischen Gemeindeverbandes Bonn freut sich die Katholische Citypastoral über Spenden und geht mit Crowdfunding neue Wege. Über die Plattform Betterplace kann man jetzt gezielt spenden, ob für Musikkapellen oder für das Pferd, für das Preisgeld des Laternenwettbewerbs oder für die Weckmänner, die der Heilige Martin verteilt. Hierfür werden insgesamt noch 10.000 Euro benötigt.

 

„Die Martinsaktion wäre aber nicht möglich ohne die vielen Ehrenamtler“, sagt Sebastian Stiewe. 50 Helferinnen und Helfer sind beim Zug oder bei den Besuchen dabei, sorgen für Sicherheit und Ordnung. „Auch die Martinsdarsteller selbst schenken uns und den Kindern in dieser Woche ihre Zeit“ , so Stiewe. Mit einem großen Ehrenamtsfest wird sich die Citypastoral bei allen Beteiligten Helfern, Einsatz- und Rettungskräften bedanken, wozu auch Oberbürgermeister Ashok Alexander Sridharan erwartet wird.

 

Alle Informationen zum Martinsfest, den Aktionen und Spendenmöglichkeiten sowie Materialien gibt es unter www.martinszug-bonn.de.

Zurück