Liebfrauenschule: Wichtiger Bildungsort und lebendiger Raum von Kirche

Schülerinnen der 5. Klasse nehmen ihren Preisgewinn des Stadtdekanates entgegen
20. Januar 2020; Barbara Ritter

Bonn. Am Freitag, 17. Januar, hat Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken die Erzbischöfliche Liebfrauenschule in Bonn besucht. Er traf einen Teil des Lehrerkollegiums, die Schulleitung, die Schulseelsorger sowie Eltern und die Schülervertretung zum persönlichen Austausch. „Die Liebfrauenschule blickt auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Sie ist für die Bonner Innenstadt ein wichtiger Bildungsort und für die Kirche ein lebendiger Raum von Gemeinde“, sagt Bonns Stadtdechant. Mit ihrem Einsatz für Kinder von Geflüchteten und die Einrichtung einer internationalen Klasse habe sie als einer der ersten Bonner Schulen vorbildlich auf die Herausforderung der Flüchtlingskrise reagiert. Auch zeichne die Schule eine Vielzahl von sozialen Initiativen aus. „Es ist beeindruckend, wie stark die Schule neben der intellektuellen Bildung auch die Prägung des soziale Gewissens der Schülerinnen im Blick hat“, so Dr. Picken weiter. Die Liebfrauenschule hatte kürzlich auch den Laternenwettbewerb beim Großen Bonner Martinszug im vergangenen November und damit 250 Euro gewonnen.  „Die Gelegenheit zur persönlichen Übergabe des Schecks an die fünfte Klasse wollte ich mir nicht nehmen lassen“, sagte der Stadtdechant bei der Scheckübergabe.

 

Nach ausführlichen Gesprächen und einem intensiven Austausch am Vormittag wurde der Bonner Stadtdechant, zum Abschluss seines Besuches, von der fünften und sechsten Jahrgangsstufe musikalisch in der Aula empfangen. Hier übergab Dr. Picken den Gewinn von 250 Euro, in Form eines Schecks, an Frau Nierhauve und Frau Hansen, die die Laternen mit den Kindern gestaltet haben. Die viereckigen Laternen haben auf jeder Seite zwei Schatten-Gesichter, die sich gegenüberstehen. „Mit eurer selbstgebastelten Laterne habt ihr nicht nur mich sofort überzeugt. Sie ist nicht nur sehr ansprechend und ästhetisch gestaltet, sondern formuliert zudem eine christliche und soziale Kernbotschaft. Es kommt maßgeblich darauf an, dass wir uns als Menschen einander zuwenden und miteinander kommunizieren. Nur dann funktioniert Gesellschaft“. begründete der Stadtdechant die Auswahl. Das gewonnene Geld wird zur Unterstützung der Internationalen Vorbereitungsklasse (IVK) eingesetzt. Im Februar 2016 hatte die Liebfrauenschule als erste Schule im Erzbistum Köln eine IVK eingerichtet und unterstützt seither Schülerinnen aus unterschiedlichen Ländern bei der Integration in die deutsche Gesellschaft.

Zurück