Krippe ist alternativloser Haltepunkt für unser Leben

Weihnachten in Bonn - 100 Weihnachtsgottesdienste in der Bundesstadt
25. Dezember 2018; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

BONN. Mehrere zehntausend Katholiken haben in Bonn in rund 100 Gottesdiensten die Geburt Jesu gefeiert. Allein an Heiligabend wurden die Türen der Gotteshäuser zu mehr als 25 Christmetten sowie unzähligen Krippenfeiern und Begegnungen geöffnet.

 

Die Krippe sei ein „einzigartiger Haltepunkt für unser Leben, der ohne Alternative ist", sagte der kommissarische Stadtdechant Pfarrer Bernd Kemmerling in seiner Weihnachtspredigt. Das Geheimnis erschließe sich nicht im schnellen Vorübergehen, sondern nur, „wenn wir stehen bleiben, betrachten und staunen." Gottes Liebe zu den Menschen sei so groß, dass er sich nicht vornehm zurückhalten könne, sondern uns diese Liebe in wunderbarer Form hinhalte im Kind von Betlehem. Dies gelte jedem Menschen, denn „Gott ist in Betlehem nicht Katholik geworden, sondern Mensch!" Seitdem trage jede menschliche Begegnung unwiderruflich einen Funken göttliche Gegenwart in sich.

 

Vor dem Hintergrund der Geburt Jesu könnten sich Christen nicht aus dem Weltgeschehen zurückhalten. „Wir dürfen unserer Zeit die kreative Kraft des Glaubens nicht vorenthalten. In einer Zeit, wo vieles auseinanderbricht, ist es unser christlicher Auftrag, mitzuhelfen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderdriftet, sondern zusammenhält", so Kemmerling in der übervollen Sebastian-Kirche. Ohne wirkliche Haltepunkte würden die Menschen mit der Zeit buchstäblich ungehalten und willigen Objekten der Unterhaltungsindustrie, die das schnelle Glück verspreche. „ Aber dafür sind wir in den Augen Gottes eigentlich viel zu wertvoll", stellte Kemmerling fest. Gott wolle die Menschen nicht einfach abspeisen, sondern wirklich in der Tiefe sättigen. „Darum: Genießen wir seine Nähe und lassen wir uns anstiften, einander Nähe und Wertschätzung zuzusprechen und tun wir es."

 

Weihnachtszeit bis 13. Januar

Besonders festlich sind die Gottesdienste in den acht Tagen nach dem Fest, in der sogenannten Weihnachtsoktav gestaltet. Die Weihnachtszeit endet am Sonntag nach dem Dreikönigsfest mit dem Fest „Taufe des Herrn" am 13. Januar 2018. Solange wird auch noch die Stadtkrippe zu sehen sein, die sich mit dem Besuch von Prinz und Bonna sowie der Heiligen Drei Könige noch ein wenig verändern wird. (Stadtkrippe im ehemaligen Münster-Laden, Gerhard-von-Are-Straße 1/5, Mo-Fr 14:00-18:00, Sa-So 14:00-16:00, geschlossen: 31.12.-01.01.)

 

Mit Prinz und Bonna zur Stadtkrippe

Zu einer Begegnung mit dem designierten Prinzenpaar an der Bonner Stadtkrippe laden katholische Citypastoral und Festausschuss Bonner Karneval ein am 27. Dezember 2018 um 12.00 Uhr im ehemaligen Münster-Laden (Gerhard-von-Are-Straße 1/5). Thomas I. (Zimmermann) und Anne-Christin I. (Mittrich) werden zusammen mit dem kommissarischen Stadtdechanten Pfarrer Bernd Kemmerling die 40 Zentimeter hohen, handgeschnitzten Figuren von Prinz und Bonna in der Weihnachtszene der Stadtkrippe aufstellen.

 

Kindersegnung an der Stadtkrippe

BONN. Kleine und große Kinder und auch ganze Familien sind eingeladen zu einer besonderen Segensfeier. Am Donnerstag, 28. Dezember 2018, um 15.00 und 16.00 Uhr, wird an der Stadtkrippe im alten Münster-Laden (Gerhard-von-Are-Straße 1/5) eine Segensfeier für Kinder angeboten. Nach einem Lied und einem Gebet kann jedes Kind persönlich gesegnet werden.

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