Köpfe der Stadtpatrone wurden eingehaust

Bauzaun am Bonner Münster wurde erweitert - Kreuzgang teilweise nicht mehr betretbar
21. August 2018; Sebastian Eckert

BONN. Die Erweiterung des Bauzauns am Bonner Münster ist fast abgeschlossen. Außerhalb entstand ein rund 70 Meter langer zweiter Abschnitt, der einen Großteil der Nordseite sowie die gesamte Ostfassade und Teile des Martinsplatzes umfasst.

 

Auch die Köpfe der Stadtpatrone sind nun nicht mehr sichtbar, sie wurden zum Schutz während der Bauarbeiten mit Holz eingehaust (gesichert). Im Jahr 2002 hat der Bildhauer Iskender Yediler die Köpfe von Cassius und Florentius geschaffen. Die etwa zwei Meter langen Köpfe bestehen aus Granit und sind je rund sieben Tonnen schwer.

 

Der zusätzliche Bereich wird unter anderem als Stellfläche für die Gerüste, als Fläche für Maschinen, als Transportwege und zum Lagern von Baumaterialien benötigt. Die Gerüste sind notwendig für die Sanierung der Außenhülle des Bonner Münsters. Ein Großteil der Fassade muss saniert werden. Unter anderem gibt es Schäden durch untereinander unverträgliche Materialien, etwa zu harter Fugenmörtel bei weichen Tuffsteinen, an weiten Teilen der Fassade, Oberflächenschäden durch Verwitterung und Umwelteinflüsse.

 

In den nächsten Tagen werden auch weite Teile des Kreuzgangs für Besucher nicht mehr betretbar sein. Dort beginnen in Kürze die Arbeiten an Versorgungsleitungen, unter anderem zur Vorbereitung der Erneuerung der Elektrotrassen im Bonner Münster. Dazu werden auch in der päpstlichen Basilika bestehende Kanäle geöffnet. Die gesamte Elektrotechnik im Bonner Münster ist marode. Sie muss erneuert und neu aufgebaut werden.

 

Einer der wichtigsten Punkte für die Sanierung ist die statische Sicherung zum Erhalt der Kirche. Die umfangreichen Rissschäden, die im Innen- und Außenbereich an Gewölben und Wänden sichtbar sind, haben statische Ursachen.

Alle Informationen zu Schäden und weiteren Maßnahmen gibt es unter hier.

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