Informationen zur Martinsaktion und dem großen Bonner Martinszug: Fragen und Antworten

26. Oktober 2018; Sebastian Eckert

Was ist der große Bonner Martinszug?
Über 50 Martinszüge finden in Bonn statt. Der große Bonner Sankt Martinszug ist dabei einer der größten im gesamten Rheinland. Mehr als 1500 Kinder und doppelt so viele Erwachsene nehmen daran teil.

 

Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dazu gehören die Organisation des Zuges ebenso wie die Planung von vielen Besuchen in Altenheimen und Uni-Kinderklinik, Schulen und Kindergärten und die Einsatzplanung von rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. So wie er die Not der Menschen gesehen und sofort geholfen hat, kann er uns ein leuchtendes Vorbild sein“, erklärt Sebastian Stiewe das Leitwort. „In jedem von uns steckt ein Martin, der durch die Geschichten und das Fest des Heiligen geweckt werden kann“ , hofft Stiewe.

 

Der Martinszug ist dabei nur der Höhepunkt der gesamten Aktion. Wir sehen die Martinsaktion und den Martinszug als ein gesamtgesellschaftliches Ereignis für die ganze Stadt. Martin ist einer der ersten Nichtmärtyrer (Confessores), der als Heiliger verehrt wurde. Sein Wirken führt uns vor Augen, was die Menschen miteinander verbindet, was Gut im Menschen ist.

 

Der Martinszug ist dabei kein Selbstzweck, er wird von der kleinen Kirchengemeinde und der Citypastoral am Bonner Münster für die Kinder und Erwachsenen der Stadt organisiert. Im Sinne Sankt Martins: Geteilte Freude ist doppelte Freude.

 

Warum ist der Zug so teuer?

Wir kalkulieren mit rund 17.000 Euro an physischen Kosten im Jahr für die Martinsaktion und den großen Bonner Martinszug. Darin sind zum Beispiel nicht die Kosten für Arbeitszeit oder die Arbeit der Ehrenamtlichen Helfer enthalten. Wir haben die Kosten in den letzten Jahren bereits kontinuierlich reduziert.

 

Wie wurde der Zug bisher unterstützt?

Die Finanzierung des Martinzugs war schon immer breit aufgestellt. Neben der Martinslotterie wurde der Zug aus Zuschüssen von der Kirche, der Bezirksvertretung und aus Spenden von Bonner Unternehmen, Einzelhändlern und Privatpersonen finanziert.

 

Was ist neu in diesem Jahr?

Neu ist, dass wir auf die Martinslotterie in diesem Jahr verzichten und dafür auf Crowdfunding über die gemeinnützige Spendenplattform Betterplace.org  (online) setzen. Damit wollen wir die Martinsaktion noch bekannter machen und weitere Zielgruppen erreichen. Weiterhin sind wir natürlich auch wieder mit Unternehmen und Einzelpersonen im Gespräch, die den Zug unterstützen.

 

Warum gibt es keine Lose mehr?

Die große Bonner Martinslotterie hat in den letzten Jahren immer weniger Anklang gefunden. Es wurden nicht genügend Lose verkauft, um den Zug ausreichend finanzieren zu können. Aber auch die Preise wurden von vielen Gewinnern nicht abgeholt, sodass wir einsehen mussten, dass der Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen steht.

 

Was kann ich unterstützen?

Es gibt verschiedene Stücke, die wir für einen wundervollen Martinszug benötigen: Dazu gehören die vielen Kapellen, aber auch die musikalische Beschallung, das Fahrzeug für die Martinsaktion, mit dem der Heilige Sintje Mätjes unterwegs ist, um Kinder und Erwachsene in Kitas, Schulen, Kliniken und Altenheimen zu besuchen. Eine Auflistung der Posten gibt es hier.

 

Wie kann ich die Martinsaktion unterstützen?
Sie können den Martinszug über das Spendenportal Betterplace (www.betterplace.org/p64403).


Eine Barspende kann im Pastoralbüro (Gangolfstraße 14, 53111 Bonn) zu den Öffnungszeiten abgegeben werden.

 

Wer persönlich helfen möchte: Der Bonner Martinszug benötigt zudem viele Freiwillige, etwa als Streckenposten, oder im Rahmen der Martinsaktion, wenn Kindergärten, Kliniken und Seniorenheime besucht werden. Interessierte wenden sich an sebastian.stiewe@katholisch-bonn.de

 

Was passiert, wenn zu viel Geld kommt?

Kommen mehr Spenden zusammen, als benötigt wird, fließt das Geld vollständig in die Finanzierung des Martinszugs im kommenden Jahr. Dafür gibt es seit Jahren ein separates, zweckgebundenes Martinskonto. Das heißt: Ihre Spende kommt auf jeden Fall der Martinsaktion und dem Bonner Martinszug zugute.

 

Was passiert, wenn nicht genug Bonner ihren Zug erhalten wollen?

Wir müssen uns überlegen, den Zug und die Martinsaktion in den nächsten Jahren nur noch in reduzierter Form anzubieten. Das bedeutet: Weniger Lichtinstallation und Musikkapellen. Wir müssten ihn dann an vieler Stelle zurückfahren.

 

Wichtig: Ein Ausfall ist aber keine Alternative. Der Zug steht am Ende der großen Bonner Martinsaktion. Der Heilige Martin besucht Kinder und Erwachsen in Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser, um zu zeigen Was macht der Martin eigentlich?

Der Zoch ist da der Höhepunkt. Es wäre schade, wenn er an Atmo und Größe verlieren würde.

    

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