Eröffnung der Bonner Stadtkrippe

23. November 2020; Ayla Jacob (ayla.jacob@katholisch-bonn.de)

Kein Weihnachtsmarkt, kein gemütliches Beisammensein nach den Gottesdiensten: Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Restriktionen haben auch auf die Adventszeit großen Einfluss. Doch in diesen Krisen-Zeiten hat die Bonner Stadtkirche eine gute Nachricht für große und kleine Bonner parat. Denn die Stadtkrippe wird auch in diesem Jahr für ein wenig weihnachtliche Stimmung sorgen – rund um die Uhr und komplett Corona-konform. Die Szenerie wird ab Samstag, 28. November, rund um die Uhr zu sehen sein, und zwar im Münster-Carré, Gangolfstraße 14.

 

„Uns war sehr wichtig, dass die Stadtkrippe auch in Corona-Zeiten Freude und Besinnlichkeit verbreitet“, sagt Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken, der die Krippe gemeinsam mit Superintendent Dietmar Pistorius eröffnet. In der Krippe werde die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesu erzählt. Dies sei verbunden mit der Botschaft der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens. „ Gerade in Krisenzeiten ist dies ein wichtiges Signal“, so Picken.

 

„Die Bonner Stadtkrippe inszeniert die Weihnachtsgeschichte mitten in Bonn. Und da gehört Sie hin: Mitten in unser Leben, mitten in unsere Stadt, mitten auch in die Corona-Zeit will Gott menschlich unter Menschen sein“, sagt Pistorius. „Wenn uns die Krippe dafür die Augen öffnet und uns zur Mitmenschlichkeit anstiftet, dann wäre das ein großes Geschenk!“

 

Neben der Heiligen Familie sind vor der Bonner Skyline wieder zahlreiche andere Figuren dabei, darunter der Alle-mal-malen-Mann, ein Markthändler, eine Töpferin sowie ab dem Sonntag nach Weihnachten Prinz und Bonna. Wegen der Corona-Krise wurden sie teilweise mit Masken ausgestattet. Auch das Bonner Münster darf nicht fehlen – Gerüst und Arbeiter inklusive. Eine Hauptrolle wird im Beethovenjahr aber der Komponist höchstselbst spielen. Er wird wöchentlich seine Position oder sein Tun verändern. Dabei sind alle aufgerufen, die Augen offen zu halten, und per Mail an socialmedia@katholisch-bonn.de mitzuteilen, was ihnen genau an Bonns wohl berühmtesten Sohn aufgefallen ist. In den Facebook-Kanälen des Bonner Münsters und der Katholischen Kirche Bonn wird Beethovens Weg durch die Krippe mit einer Geschichte begleitet.

 

Dass die Krippe alljährlich ihr Gesicht ein wenig verändert, ist übrigens dem Ehepaar Kriemhild und Josef Feikes zu verdanken. Die beiden kümmern sich vom ersten Tag an, seit 2013, ehrenamtlich um die Figuren und kleiden diese ein. Zehn waren es zum Start, heute sind es 23 – teilweise in einer Doppelrolle, sodass 26 Charaktere dargestellt werden können, erklärt Josef Feikes. Haben die beiden denn im Laufe der Jahre eine besondere Affinität für eine Figur entwickelt? Eigentlich, so Josef Feikes, mag er jede Figur. Aber: „Der Johannes ist sehr ausdrucksstark. Und der Alle-mal-malen-Mann auch.“ Seine Frau möchte auch Pfadfinder, Töpferin und Markthändler – allesamt gespendet von treuen Krippenfans – nicht unerwähnt lassen. Und natürlich den Beethoven. „Er ist so besonders ausgestattet“, sagt Kriemhild Feikes. Es lohnt sich also doppelt, den Komponisten in den kommenden Wochen besonders im Auge zu behalten.

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