Einnahmen für Münstergemeinde und die Generalsanierung

Werbung auf Baugerüst des Münsters
17. November 2019; Barbara Ritter

An dem Baugerüst der Apsis der Münsterbasilika ist gegenwärtig eine kommerzielle Werbung zu sehen. Die Kirchengemeinde Sankt Martin am Bonner Münster hat die Flächen des Baugerüstes und des Bauzauns für solche Zwecke freigegeben. Eine Agentur ist beauftragt, die Vergabe und die Umsetzung zu organisieren.

 

Da die Münsterpfarrei sich nach der Misswirtschaft der vergangenen Jahre und dem Verlust aller wirtschaftlichen Rücklagen in einer desolaten wirtschaftlichen Situation befinde und die Restaurierung des Bonner Münsters erhebliche Summen beanspruche, könne auf solche Einnahmen durch Werbung nicht verzichtet werden, so die Pressestelle der Pfarrei. Das Erzbistum Köln habe der Münsterpfarrei diese Einnahmequelle ausdrücklich empfohlen. Dabei wurde aus Köln darauf hingewiesen, dass auch im Vatikan nicht auf Einnahmen durch Außenwerbung auf den Gerüstbauten des Petersplatzes in Rom und den Basiliken der Stadt verzichtet werde.

 

Im Vertrag mit der Werbeagentur wurde vertraglich gesichert, dass die Werbemotive die ausdrückliche Zustimmung der Münsterpfarrei und des Erzbistums benötigen. Damit werde sichergestellt, dass kein problematisches Motiv als Werbung Verwendung fände. Die Genehmigung eines Motivs bedeute aber ausdrücklich nicht, dass sich die Münsterpfarrei oder die katholische Kirche mit dem Unternehmen oder dem Produkt identifiziere, heißt es aus der Pressestelle weiter.

 

Auf Reaktionen aus der Bevölkerung befragt, gab die Pressestelle bekannt, dass es bereits vor der ersten Werbemaßnahme zahlreiche Anfragen aus der Bonner Bevölkerung gegeben habe, warum man die Gerüst- und Zaunflächen nicht für Werbung und für die Verbesserung der Haushaltssituation der Gemeinde nutze. Man habe darauf antworten müssen, dass es bisher noch keine Werbekunden gegeben habe. Kritische Stimmen gegen eine Werbung hingegen lägen kaum vor. Man verstehe allerdings, wenn einzelne die Werbung auf dem Baugerüst zunächst verwundere.

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