Bonner Stadtkrippe

02.12.2018-13.01.2019, Ehemaliger Münster-Laden, Gerhard-von-Are-Straße 1-5
GEÖFFNET

Mo-Fr 14:00-18:00,

Sa-So 14:00-16:00

GEÖFFNET

Mo-Fr 10:00 - 17:00

Sa      10:00 - 16:00

So      11:00 - 16:30

 

Zusätzlich im Sommer 2019 geöffnet:

Mo, Mi, Do, Fr  bis 18:45

 

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Aktuelles

DU BIST WERTVOLL

Bonner Stadtkrippe am 3. Advent 2018

Wer bin ich? Und was bin ich eigentlich wert? Erlebe ich mich als wertvoll und einzigartig wichtig in dieser Welt? Als liebenswürdig und nicht austauschbar, eben ein Unikat? Oder fühle ich mich eher wertlos, ja sogar überflüssig und nicht wirklich wichtig für diese Welt? Mit diesen Fragen richten wir den Blick auf die dritte Szene der Stadtkrippe, die das „Du bist wertvoll“ zum Thema hat.


Die Antwort auf diese Frage wird entscheidend davon abhängen, welche Werte in unserer Gesellschaft den Ton angeben und maßgeblich sind. Da gibt es den, der aufgrund einer schweren Krankheit Frührentner geworden ist. Er seufzt in sich hinein: „Seitdem ich nicht mehr arbeiten kann, bin ich irgendwie nichts mehr wert.“ Eine Leistungsgesellschaft suggeriert eben massiv, dass die erbrachten Leistungen einen Menschen erst wertvoll machen. Was aber, wenn die Kräfte mit zunehmendem Alter weniger werden? „Alt und abseits?“, lautet die provokante Frage, die der alte Mann im Rollstuhl vor sich trägt.

 

 

Doch lernen die Jungen nicht gerade auch von den Erfahrungen der Alten? So kurz vor Weihnachten, wenn wir noch die letzten Geschenke zusammen-tragen, spielt die Frage nach dem Wert eine nicht unwichtige Rolle. Große und teure Geschenk sollen dem Beschenkten deutlich machen, „Du bist es mir wert“. Doch was ist mit denen, die „nur“ ein kleines Geschenk bekommen? Wie schnell kann der Trugschluss entstehen, dass man als Person dann auch weniger wert ist. Nicht nur Kinder und Jugendliche messen sich untereinander an der Vielzahl und Größe der Geschenke.

 

Darauf kommt es im Letzten nicht an. Nicht mein Besitz macht mich wertvoll. Nein:  Ich bin liebenswert einfach deshalb, weil ich da bin, weil es mich gibt. Nicht irgendetwas an mir macht mich wertvoll, sondern ich bin wertvoll. Die Frage, wer ich bin, begleitet mich durch das ganze Leben. Wer bin ich eigentlich? Für mich selbst? Für die anderen? Wer bin ich eigentlich in den Augen Gottes?  Lesen wir die Frage rückwärts– und wir haben die Antwort: ich bin wer! Dies darf ich mir ganz selbstbewusst sagen.

 

Der Engel im Hintergrund weist schon auf das Ereignis an Weihnachten hin und will deutlich machen: Durch die Geburt Jesu an Weihnachten wird klar, dass ich in den Augen Gottes bedingungslos wertvoll und kostbar bin. Und dieser Jesus hat in seinen Worten und Werken nichts anderes als die bedingungslose Wertschätzung Gottes für jeden Menschen vom Anfang des Lebens bis zum Schluss verkündet. Ja, wir können sagen: Jesus ist die fleischgewordene Wertschätzung des Vaters für jeden Menschen. Ganz besonders für den, der sich selbst oder in den Augen der anderen als wertlos, nicht liebenswert, sondern eher als verachtungswürdig erlebt und erlitten hat.

Der „Alle-mal-malen-Mann“ hat diese Wertschätzung auf seine ganz besondere Art gelebt: Bei seinen nächtlichen Rundgängen durch die Kneipen, bei denen er immer wieder Menschen portraitierte ist doch auch das Wertvolle am Menschen ausgedrückt: „Ich bin portraitable – ich bin malwürdig – ein Original, festzuhalten“ – Ja – ich bin ein-mal-ig! Darauf zu vertrauen lädt die Krippe hier ein: ich bin wertvoll

DU BIST - Bonner Stadtkrippe am 2. Advent