Bonner Stadtkrippe

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Stadtkrippe im Bonner Münster will aufrütteln und nachdenklich machen

28. November 2014; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

Fotos ►

Ein einsames Kind in der Stadt Häusliche Gewalt Streit Diebstahl Skeptisch betrachtet Johannes der Täufer das Geschehen Neu mit in der Kulisse ist die Kreuzkirche

BONN. Sie will aufrütteln, zum Nachdenken anregen und sie ist alles andere als romantisch: Die Bonner Stadtkrippe 2014 im Bonner Münster. Keine Felsenlandschaft oder Moos sind zu sehen, sondern die Kulisse der Stadt Bonn. Diese wird in diesem Jahr durch die evangelische Kreuzkirche ergänzt, was aber nicht die einzige Neuigkeit ist.

 

„Wenn auch die Geburt Jesu mehr als 2000 Jahre zurückliegt, so betrifft uns die Menschwerdung Gottes heute ebenso radikal – auch in Bonn“, sagt Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher. Dies könne mitunter auf manchen Betrachter anstößig oder provozierend wirken. „Aber das ist gewollt“, erläutert Diakon Klaus Ersfeld, der das Projekt Stadtkrippe leitet. Seit September arbeitet er intensiv daran, den Ideen aus dem Team der Katholischen Citypastoral Gestalt zu geben.

 

Ab dem ersten Advent wird die mehr als 20 Quadratmeter große Stadtkrippe in drei verschiedenen Szenen auf Weihnachten einstimmen. Die erste beginnt unter dem Titel "Die unheile Stadt" wenig romantisch: Häusliche Gewalt, Prostitution und Streit sind ebenso zu sehen wie Obdachlosigkeit und ein einsames Kind. „Die Stadt so schön sie auch sein mag, ist nicht nur ein Ort der Träume, sondern auch der Albträume“, heißt es dazu im Begleittext. Eine Person betrachtet das Geschehen sorgenvoll. Es ist Johannes der Täufer, der seit diesem Jahr mit dabei ist.

 

Wie er, so wurden im vergangenen Jahr sechs neue Figuren für die Stadtkrippe gestiftet. Darunter eine Caritas-Pflegeschwester und ein Straßenmusiker namens Beethoven, die in den nächsten Wochen in die Szenen eingebaut werden. Geschnitzt werden die Figuren in Oberammergau, wobei die große Herausforderung für Michael Pfaffenzeller von der Werkstatt Klucker ist, den Figuren einen modernen Anschein zu geben. Die Einkleidung und Ausstattung erfolgt dann mit viel Liebe zum Detail durch das Ehepaar Josef und Krimhild Feikes aus Endenich.

 

Inspirator für die neue Stadtkrippe, so Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher, sei kein geringerer als Franz von Assisi gewesen, der 1223 die erste Krippe gebaut habe. Er wollte damals das Evangelium anschaulich machen und verdeutlichen, in welcher Einfachheit Gott Mensch geworden ist.

 

Wenn auch Weihnachtsmarkt und Glitzerwelt vieles vom Fest schon vorwegnehmen, so gelte für die Christen das Motto „Das Beste kommt noch" im doppelten Sinn, gab der Stadtdechant zu bedenken. Einerseits sei es die freudige Erwartung auf die Geburt Jesu, so Schumacher. Zum anderen sei es damit ebenso die Hoffnung auf das ewige Leben gemeint. Er wünscht sich, dass die Bonner Stadtkrippe nicht einfach nur den Menschen „gefällt", sondern ansprechend, aufrüttelnd und inspirierend sei.

 

Außerhalb der Gottesdienste kann die Stadtkrippe täglich von 8.00 bis 17.30 Uhr besucht werden. Weitere Informationen gibt es unter das-beste-kommt-noch.de.

 

Mit viel Begeisterung auf allen Seiten wurden die Ideen der Citypastoral Bonn umgesetzt und ermöglicht durch:

  • Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel und den Mitarbeitern des Hauses Knauber, die am Computer die Kulisse entwarfen und für den mehrtägigen Aufbau sorgten,
  • Bonner Gerüstbau Breidt für die Unterkonstruktion,
  • Josef Feikes, Brudermeister der Cassius Bruderschaft, und seine Frau Kriemhild, die die Ideen für die Ausstattung der Figuren und der einzelnen Szenen lieferten und Sie auch umsetzten,
  • Michael Pfaffenzeller von der Werkstatt Klucker in Oberammergau, der die Figuren schnitzte,
  • Mitarbeiter im Bonner Münster-Carré, die bei Aufbau und Konstruktion halfen.
 

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