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Geschichte

Mitten im Herzen der Stadt Bonn befindet sich an
exponierter Stelle das Bonner Münster. Hier fand man die älteste antike
Totengedächtnisstätte nördlich der Alpen. Hier werden seit 1300
Jahren die Märtyrer Cassius und Florentius als Bonner Stadtpatrone
verehrt. [...]
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Ostapsis
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Mitte des elften Jahrhunderts werden im Bereich des
Bonner Münsters alle bisherigen Bauten niedergelegt und gesamte Anlage
um fünfundvierzig Grad gedreht. Es kommt zu einer kompletten
Neuausrichtung, die einigermaßen der Ost-West-Richtung entspricht. [...]
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Westapsis

Der Bamberger
Dom hat's, der Trierer Dom auch, ebenso Mainz, Worms, Hildesheim - und
das Bonner Münster auch: Ein seitliches Hauptportal und einen
architektonischen Chorabschluss an beiden Enden der Kathedrale. Warum?
Und was hat diese Bauweise mit dem Petersdom zu tun? [...] |
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Kreuzgang

Er gehört zu den 1000 Orten, die man gesehen haben muss: der
mittelalterliche Kreuzgang am Münster. - Wörtlich kann man den Kreuzgang
als den Ort verstehen, wo sich die vielen Wege innerhalb des
Münster-Carrés kreuzen. Dabei strahlt seine Anlage gleichzeitig die
Ruhe aus, die wir uns häufig wünschen. [...] |
Cella memoriae
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Keimstätte
des Bonner Münsters und damit auch Keimstätte der Stadt Bonn ist die
CELLA MEMORIAE. Denn von hier aus entwickelte sich der
mittelalterliche Stadtkern.
1928 fand man diese spätantike
Totengedächtnisstätte bei Ausgrabungen [...]
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Krönungen
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Heinrich
II. von Virneburg krönte am 25. November 1314 Friedrich III. von
Österreich (genannt der Schöne) zum deutschen König, nachdem zuvor
dessen Vetter Ludwig von Bayern zum König gewählt und in Aachen
gekrönt worden war. Als Gegenkönig konnte Friedrich III. sich bis
1322 halten, dann wurde er in der Schlacht bei Mühldorf vernichtend
geschlagen. [...]
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Stadtpatrone
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Die
Heiligen Cassius, Florentius und Adelheid sind Schutzpatrone der
Stadt Bonn.
Der Legende nach waren Cassius und Florentius
römische Soldaten, die sich zu Christus bekannten und den Kaiser
nicht als Gott anbeten wollten. Daher mussten sie sterben. Ihr
Bekenntnis hat die Menschen fasziniert. Die Heilige Helena soll in
Bonn ihre Gräber gefunden und die erste Kirche dort erbaut haben.
[...]
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Glocken
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Es muss ein
großartiger Festtag für Bonn gewesen sein, als im Jahre 1756 in der
zweiten Adventswoche erstmals nach fast sieben Jahrzehnten wieder ein
prachtvolles Geläut vom Turm des Münsters, der Stiftskirche St. Cassius
und Florentius, erklang. [...] |
Päpstliche Basilika

Der Pfingstsonntag 1956 war ein
besonders festlicher Tag in der Geschichte unseres Münsters. Der
Apostolische Nuntius Erzbischof Aloysius Münch feierte mit den
Bonnern die Erhebung ihres zentralen Gotteshauses zur „Päpstlichen
Basilika minor“. [...] |
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Gerhard von Are

Tagtäglich
gehen vornehmlich Menschen vom Hauptbahnhof mit dem Ziel Universität
durch die Gerhard-von-Are-Straße und natürlich auch wieder zurück.
Dennoch wissen viele nicht wie diese kleine Gasse entlang des
Puppenkönigs und Münster-Ladens zu ihrem Namen kam und dass es sich
hierbei wohl um einen viel zu wenig geehrten aber dennoch bedeutenden
Menschen in Bonns Stadtgeschichte handelt. |
Heiliger Martin
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Kinder mit Laternen und Fackeln in den Händen ziehen in diesen Tagen wieder
durch unsere Straßen. Mitten unter ihnen auf einem Pferd ein Reiter in der
Uniform eines römischen Soldaten mit einem großen roten Mantel: St. Martin. Kaum
ein anderer Heiliger genießt hier eine solche Verehrung wie dieser in Ungarn
geborene Sohn eines römischen Offiziers und spätere Bischof von Tours.
Zahlreiche Kapellen und Kirchen sind nach ihm benannt; im Bistum Aachen sind es
allein 30. |
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Gangolf

Noch heute ist die Silhouette der Stadt Bonn durch viele
Gotteshäuser geprägt. Sie zeugen davon, dass diese Stadt am Rhein keine Stadt
ohne Gott ist. Auf mittelalterlichen Stadtansichten strecken sich allerdings
einige Kirchtürme mehr aus den Häuserzeilen des Stadtkerns in den Himmel. Dazu
zählten nicht nur Klöster, sondern auch eine Reihe von Kirchen. |
Helena-Kapelle
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Dies ist das einzige Bonner Gotteshaus, das nur aus der
Perspektive von neuester Damenoberbekleidung zu sehen ist: die St.
Helena-Kapelle, ein verstecktes Kleinod im Komplex des Hauses Am Hof 36.
Sie
gilt als einzige erhaltene romanische Hauskapelle einer Stiftskurie im
Rheinland, datiert auf das 12. Jahrhundert. Das Kirchlein diente den Kanonikern
des Cassiusstiftes als Andachtsraum. |