SIE FÜR UNS - WIR FÜR BONN

Das Motto 2016

 

Stadtpatronefest widmet sich den Helfern von heute

 

Cassius und Florentius: Sie für uns, wir für Bonn. Unter dieses Leitwort haben wir das diesjährige Stadtpatronefest vom 9. bis 18. Oktober gestellt. Was wollen wir damit bezwecken? Vor 2000 Jahren starben beide als Märtyrer ihres und unseres Glaubens. Seither wachen sie über Bonn, die Stadt am Rhein.

 

Vielen in Bonn sind sie gegenwärtig. Man begegnet ihren Köpfen auf dem Martinsplatz. Es gibt die Cassius-Bastei, man geht durch den Florentiusgraben. Man feiert zu Ehren der Bonner mit Migrationshintergrund das Stadtpatronefest. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine Festdekade. So wie sich die Stadt Bonn selbst in ihrer wechselvollen Geschichte gewandelt hat, so wie das Münster, das vor einer Generalsanierung steht, immer wieder erneuert wurde, so hat sich auch das Stadtpatronefest entwickelt.

 

Auch heutzutage gibt es viele Menschen, die sich um Bonn kümmern. Sie verdienen es, ebenfalls Stadtpatrone genannt zu werden: Sie sind Stadtpatrone von heute. Vom christlichen Hintergrund her ist dieses Denken, was man zum Wohl der Stadt beitragen kann, selbstverständlich. Beim Propheten Jeremia wird erwähnt Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl. (Jer 29,7).

 

Besonders im Neuen Testament, etwa in den Paulusbriefen, gibt es Hinweise, wie rechtes Leben gelingen kann. Im Kern geht es dabei um die Frage: Wie sollen wir leben? Was ist ein gutes Leben? Wie wird unser Leben gelingen? Eines der bekanntesten Beispiele findet sich im Römerbrief: Gewährt jederzeit Gastfreundschaft […] seid untereinander eines Sinnes […] Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht. Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden (Röm 12.13-18). Es ist eine universelle Aufforderung.

 

Im täglichen Leben lässt sich das gut verwirklichen. Man kann ganz klein anfangen. Die Tür aufhalten, ein Lächeln, ein kurzes wie geht es Dir?. So fängt es an. Ein afrikanisches Sprichwort sagt Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

 

Die Stadtpatrone von heute sind unscheinbar. Es gibt keine steinernen Denkmäler für sie, für sie werden keine Prozessionen veranstaltet, keine Straßen oder Schulen nach ihnen benannt. Und doch sind sie da und hören nicht auf. Sie wirken in ihrem Umfeld, tragen jeden Tag dazu bei, dass unser Bonn lebenswert ist und bleibt.

 

Darum wird es höchste Zeit, diese Menschen, ob sie nun aus christlichem Gedankengut heraus handeln oder sich selbst aus eigenem Antrieb ethische Maßstäbe setzen, verstärkt in den Blick zu nehmen. Mit unserem diesjährigen Stadtpatronefest möchten wir ausdrücken, dass wir alle Stadtpatrone sein können, ohne es vielleicht überhaupt zu wissen.

 

Die Aktion zum Stadtpatronefest

Stellvertretend für alle Menschen, die Stadtpatrone von heute sind, widmen wir eine besondere Aktion zum Stadtpatronefest. Die ganz klassischen Lebensretter haben wir angeschrieben und sie um ein Foto gebeten. Daraus werden wir eine Collage, ein sogenanntes Foto-Mosaik anfertigen lassen, und es am Bonner Münster während des Stadtpatronefestes aufhängen. Alle Bilder zusammen werden so zusammengestellt, dass sich daraus die Skyline von Bonn ergibt.

 

Wir denken: Jeder, der sich so für Bonn einsetzt, ob nun haupt- oder ehrenamtlich, dessen Taten besitzen eine Strahlkraft, die weiter hinausgeht und Wirkung zeigt. Darum wollen wir diese Menschen und ihre Arbeit, stellvertretend für alle Stadtpatrone von heute, würdigen.