Grußwort

des Stadtdechanten

„Hier ist die Liebe umsonst“ – ein anspruchsvolles Thema haben wir über die diesjährige Festdekade geschrieben. Wir meinen damit, hier muss man für die Liebe nichts bezahlen. Es gibt keinen Tauschhandel nach dem Motto „Ich gebe, damit Du mir gibst“! Gott kommt mit seiner Liebe jeder menschlichen Leistung zuvor. Das ist nicht einfach zu verstehen in einer Welt, die sich für alles bezahlen lässt. „Gottes Liebe ist kostenlos. Er verlangt nichts dafür; er bittet nur, ihn aufzunehmen“, twitterte Papst Franziskus vor einigen Wochen. So erleben wir ihn hier in seinem Wort. In der Feier der heiligen Messe oder auch im Bußsakrament.

 

In diesen zehn Tagen feiern wir unsere Stadtpatrone Cassius und Florentius. Wir wissen nicht viel von ihnen. Nur das Eine: sie waren Christen und waren bereit, für ihre Überzeugung in den Tod zu gehen. Das kann ein Mensch nur dann tun, wenn er weiß, im Tod bin ich nicht allein. Gottes Liebe zu mir gilt auch über den Tod hinaus.

 

Mit ihnen verbindet uns das Christ-Sein und die Überzeugung: „Gottes Liebe wird gegenwärtig und wirksam durch die Art, wie wir lieben, und durch die guten Werke, die wir vollbringen.“(Papst Franziskus) Deshalb ist das Motto für diese Tage nicht nur unsere feste Überzeugung, sondern es nimmt uns auch in die Pflicht. „Hier ist die Liebe umsonst“ – das können die Menschen nur erfahren durch uns. Wahrlich keine leichte Aufgabe. Wir werden oft scheitern. Aber wir können es mit Gottes Hilfe auch schaffen.

 

Darauf vertraue ich und ich lade Sie ein, diese Tage mit uns zu feiern.

 

Msgr. Wilfried Schumacher
Stadtdechant