1166 - Erhebung der Gebeine

„... unter großer Anteilnahme von Klerus und Volk, so erzählt die Kölner Königschronik, erhoben Propst Gerhard von Are und Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen aus den steinernen Sarkophagen unter der Krypta und stellten sie in Kostbaren Schreinen auf dem Hochaltar zur Verehrung aus.“

 

Dieses Ereignis am 2. Mai 1166 – also 13 Jahre nach der Weihe des Chores und Hochaltares – stellt gleichsam die Heiligsprechung unserer Stadtpatrone Cassius, Florentius und Gefährten dar. Im Mittelalter war dieses „Erheben der Heiligen“ auf den Altar durch die Gläubigen und Priester vor Ort ein Akt der Heiligsprechung ohne einen formalen Prozess in Rom wie wir es heute kennen. Der 2. Mai wurde durch die Jahrhunderte im Cassiusstift und im ganzen Erzbistum Köln als hoher Festtag begangen. Es ist neben dem 10. Oktober der zweite große Festtag zu Ehren unserer Stadtpatrone.