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               Kardinal Meisner

Bonns Stadtpatrone

Cassius und Florentius

 

Die Heiligen Cassius, Florentius und Adelheid sind Schutzpatrone der Stadt Bonn.

Der Legende nach waren Cassius und Florentius römische Soldaten, die sich zu Christus bekannten und den Kaiser nicht als Gott anbeten wollten. Daher mussten sie sterben. Ihr Bekenntnis hat die Menschen fasziniert. Die Heilige Helena soll in Bonn ihre Gräber gefunden und die erste Kirche dort erbaut haben. Seit 1300 Jahren werden sie nachweislich verehrt.

Die Legende der berühmten Thebäischen Legion

 

Der Legende nach bestand diese römische Einheit nur aus Christen. Sie weigerte sich, dem Kaiser göttliche Ehren zu erweisen und an der Christenverfolgung teilzunehmen. Ihr Anführer war Mauritius. Er wurde in St. Maurice (Wallis) in der Schweiz getötet und mit ihm jeder zehnte Mann. Aus der gleichen Truppe sollen in Bonn die thebäischen Legionäre Cassius und Florentius den Märtyrertod gestorben sein, in Köln Gereon mit seinen Gefährten und in Xanten der heilige Viktor mit seinen Kameraden. So die Legende. Die Archäologie jedenfalls versichert, dass in Bonn im frühen vierten Jahrhundert, also noch in römischer Zeit, eine Totengedächtnisstätte errichtet wurde, die man später mit den Gräbern der Märtyrer in Verbindung brachte. Über ihr erhob sich nachweislich im fünften Jahrhundert ein kleiner Kultraum. Im elften Jahrhundert begann man dann an dieser Stelle mit dem Bau des heutigen Münsters. Hier, und nicht im Römerlager im Norden der heutigen Stadt, entwickelte sich seit der Jahrtausendwende der heutige Stadtkern.

Bekenntnis des heiligen Mauritius

Erhebung der Gebeine der Stadtpatrone Cassius und Florentius

 

„... unter großer Anteilnahme von Klerus und Volk- so erzählt die Kölner Königschronik, erhoben Propst Gerhard von Are und Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen aus den steinernen Sarkophagen unter der Krypta und stellten sie in Kostbaren Schreinen auf dem Hochaltar zur Verehrung aus.“

Dieses Ereignis am 2. Mai 1166 – also 13 Jahre nach der Weihe des Chores und Hochaltares – stellt gleichsam die Heiligsprechung unserer Stadtpatrone Cassius, Florentius und Gefährten dar. Im Mittelalter war dieses „Erheben der Heiligen“ auf den Altar durch die Gläubigen und Priester vor Ort ein Akt der Heiligsprechung ohne einen formalen Prozess in Rom wie wir es heute kennen. Der 2. Mai wurde durch die Jahrhunderte im Cassiusstift und im ganzen Erzbistum Köln als hoher Festtag begangen. Es ist neben dem 10.Oktober der zweite große Festtag zu Ehren unserer Stadtpatrone.

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Letzte Aktualisierung: 04.02.2012