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17.08.2009 | Citypastoral
So geht katholisch
Ausstellung über katholische Symbole und Rituale im Bonner Münster
Vom 18. bis 30.08.2009 zeigt die Citypastoral Bonn die Ausstellung „So geht katholisch“ im Bonner Münster. Lebensgroße beleuchtete Silhouetten aus Plexiglas erklären Orte, Symbole und Rituale in einem katholischen Kirchenraum. Erstmals gibt es in diesem Rahmen auch die Möglichkeit bei einem „Tag der offenen Sakristei“ einmal hinter die Kulissen der Basilika zu schauen oder aber am „Tag der offenen Münsterorgel“ den Münster-Musikern auf die Finger zu schauen und einen Blick in die Königin aller Instrumente zu werfen.
Wann sitzt, kniet oder steht man in einem katholischen Gottesdienst? Und vor allem: Warum? Weshalb brennt in allen katholischen Kirchen ein Rotes Licht? Und was ist ein Ambo? Auf diese und viele andere Fragen geht die Ausstellung „So geht katholisch“ ein. Sie hilft Außenstehenden wie auch Katholiken selbst die reichhaltige Symbolik besser zu verstehen und die Kirche als Haus Gottes zu erkennen. 10 transparente und dezent beleuchtete Tafeln, auf denen jeweils die Silhouette einer Person in einer rituellen Körperhaltung zu sehen und ein erläuternder Text zu lesen ist. Die Themen sind: Weihwasser - Gebet - Lesung - Evangelium - Opferkerze - Taufe - Beichte - Ewiges Licht - Kommunion. Die Ausstellung „so geht katholisch“ will dazu beitragen, sich zurecht zu finden und zu verstehen und beschreitet als Installation im Kirchenraum einen anderen Weg. Ihre Elemente tragen dem sakralen Charakter des Raumes Rechnung indem sie das Raumgefüge nicht stören, den Raumcharakter nicht beeinträchtigen. Dezent lädt die sie ein, macht neugierig. Sie drängt sich nicht auf, zwingt keinem Besucher einen Weg oder Rhythmus auf und setzt doch deutliche Markierungspunkte. Sie zeigt und erklärt grundlegende auf den Ritus ausgerichtete Ausstattungselemente und Verhaltensformen am Ort des Geschehens.
Backstage-Premiere Erstmalig haben Interessierte auch die Möglichkeiten, hinter die Kulissen der Basilika zu schauen. Bei einem „Tag der offenen Sakristei“ am Samstag, 22.08.2009 (10:00 bis 19:00) gibt es Einblicke in die logistische Schaltzentrale des Bonner Münsters. [BERICHT]
„Wir bringen ihnen die Flötentöne bei“ Eine Woche später (29.08.2009) bringen die Kirchenmusiker den Besuchern die Flötentöne bei. Stündlich lassen sich die Organisten an der Großen Klais-Orgel des Bonner Münsters nicht nur auf die Finger schauen. Sie zeigen auch sehr anschaulich, wie die „Königin der Instrumente“ funktioniert und wie sich eine spanische Trompete oder eine Zimbel anhört. Da die Teilnehmerzahl pro Führung auf 30 Personen beschränkt ist, gibt es im Münster-Laden kostenlose Karten. [Weitere Informationen]
Täglich Mittagsgebet Wenn mittags die Angelus-Glocke läutet ruft sie auch zum Gebet. Täglich wird der Hochchor des Bonner Münsters mit seinen farbenreichen Fresken zum Gebet geöffnet. Um 12:15 bietet die Citypastoral dort für knapp 20 Minuten das Mittagsgebet an. Wie die Stiftsherren im Mittelalter, sind die Menschen im Münster auch heute eingeladen, den Tag zu unterbrechen, zu beten, zu meditieren und mit Gott in Kontakt zu kommen.
Ausgezeichnet Die Ausstellung ist im Jahr 2005 beim Hessentag in Weilburg erstmals vorgestellt worden. Seither wurde sie von verschiedenen Kirchen im Bistum, aber auch auf dem Katholikentag in Saarbrücken, mit großem Erfolg gezeigt. Inhaltlich wurde die Idee in der Pressestelle des Bistums Limburg entwickelt. Design und Konzeption stammen von der Marketing-Agentur „Einfallsreich" aus Wiesbaden, die für die Ausstellung im Jahr 2006 mit dem „iF communication design award" für „exzellentes Design" ausgezeichnet wurde.
Besichtigungszeiten der Ausstellung:
Bonner Mittagsgebet (www.bonner-mittagsgebet.de):
Tag der offenen Münster-Sakristei
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