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 Bonner Münster

Päpstliche Basilika minor

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Der Hochchor

 

Der Hochchor im Bonner Münster ist der älteste Teil der Basilika. Vor  fast 1000 Jahren wurde er über den Gräbern der Bonner Stadtpatrone und  der Krypta erbaut. Durch seine Form und die vielen Fresken wird der  Hochchor auch als die "Bonner Sixtinische Kapelle" genannt. Jahrhunderte  trafen sich im Chorgestühl die Stiftsherren mehrmals täglich zum  gemeinsamen Gebet. In dieser Tradition steht heute das Bonner  Mittagsgebet: Mitten am Tag gemeinsam zur Ruhe kommen, singen und beten.  Mo-Fr 12:15 www.bonner-mittagsgebet.de

Europäisches Monument

 

Gotteshaus, Pilgerkirche, Münster, Stiftskirche, Päpstliche Basilika... Das Bonner Münster ist nicht nur in seinen Bezeichnungen vielfältig. Alle Denkrichtungen  und Kunstepochen unseres Kontinentes spiegeln sich hier wider. Die  Rahmenbedingungen für die Begegnung von Gott und Mensch wurden immer  aktuell gehalten, wodurch das Bauwerk eine einzigartige Lebendigkeit  ausstrahlt.

Stadtpatrone

 

Seit mehr als 1300 Jahren gibt es die Pilgerstätte der Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius. Über ihren Gräbern entstand eine erste Kapelle und später das Bonner Münster. Von dort aus wuchs die erste "Villa Basilika", der spätere mittelalterliche Stadtkern von Bonn.
Sie waren römische Soldaten und gehörten zur Thebäischen Legion, welche ganz zum Christlichen Glauben konvertierte und den Kaiser nicht mehr als Gott anbeten wollte. Für den römischen Herrscher galt dies als Wehrkraftzersetzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Nach und nach wurden alle 6.600 Soldaten hingerichtet. Zwei in Bonn an den Hängen des Kreuzbergs: Cassius und Florentius.

Helena

 

Sie hat viel erlebt, ertragen und getragen in Ihrem Leben: Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin. Verstoßen vom Liebhaber, rehabilitiert der gemeinsame Sohn seine Mutter und macht sie sogar zur Kaiserin. Helena pilgert viel und vor allem ins Heilige Land, um heilige Orte zu finden. Der Legende nach soll sie das Kreuz Christi gefunden haben.
Sicher ist, dass sie in Trier gewohnt hat, wo es eine kaiserliche Residenz gab. Seltsam ist, dass sie in Bonn so sehr verehrt wird: Vor allem im Bonner Münster. Sie gilt als die legendäre Stifterin der Basilika, weshalb es auch neben den Stadtpatronen unzählige Darstellungen gibt.
Das Bonner Münster, gestiftet durch eine Kaiserin... Wer mag's widerlegen, wo Trier doch so nah ist

 

Glocken

Sie klingen seit mehr als 250 Jahren im 90 Meter hohen Münster-Turm: Die Glocken des Bonner Münsters. Besonders und einzigartig an der Sache ist, dass es das einzig vollständig erhaltene barocke Geläut des Glockengießers Martin Legros ist. Insgesamt 8 Glocken mit einem Gewicht von ca. 10 Tonnen rufen zum Gottesdienst und verkünden frohe wie traurige Ereignisse. Die größte Glocke wiegt 3400 kg und hat einen Durchmesser von 178 cm.

 

Kreuzgang

Der rund 900 Jahre alte Kreuzgang des Bonner Münsters ist der am vollständigsten erhaltene romanische Kreuzgang nördlich der Alpen und des Rheinlands sowieso. Nach längerer Restauration sind Kreuzgang und Innenhof nun wieder vollständig zugänglich und erstrahlen in einer besonderen Illumination

Cassius-Stift

 

691 (vermutlich schon 643) wird erstmals eine Gemeinschaft von Priestern an den Gräbern der Märtyrer in Bonn urkundlich bezeugt. Hieraus entstand das Cassius-Stift, dessen berühmtester Vorsteher Gerhard von Are war.
Das Stift und der Propst genossen eine Vorrangstellung im gesamten Erzbistum Köln, welches im Mittelalter wesentlich größer war als heute. Der Bonner Stiftspropst war der erste der Archaediakone und kam in der Rangfolge gleich hinter dem Erzbischof. 40 Stiftsherren gab es am Bonner Münster, darunter Robert von Genf, der spätere Gegenpapst Clemens VII. oder Reginhard, der später Bischof in Lüttich und nach seinem Tod heiliggesprochen wurden.
Zu den Besitztümern des Stiftes gehörten der Drachenfels und Weinberga an Rhein, Ahr und Mosel.

 

     

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Letzte Aktualisierung: 21.05.2012