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Choralschola

Die Chöre und Gruppen zur Pflege der Sakralmusik am Bonner Münster haben Zuwachs bekommen. Vor einem Jahr gründete die Gemeinde an der Basilika eine klassische Choralschola. Sie widmet sich ausschließlich dem Gregorianischen Gesang in lateinischer Sprache, dessen überlieferte Texte und Melodien teilweise 1000 Jahre oder älter sind.

 

Mit dieser Musik gestaltete die Kirche durch die Jahrhunderte ihre Liturgie, die Messe und das lateinische Stundengebet in den Klöstern und Stiften. Mehrstimmige Messen entstanden erst in den letzten Jahrhunderten. Stadtdechant Monsignore Wilfried Schumacher: „Nun bietet das Münster wieder die ganze Bandbreite der Kirchenmusik an, die traditionsreiche Gregorianik, mehrstimmige Messen und Kantaten, die vielfältigen Gesängen zeitgenössischer Komponisten bis hin zur meditativen Musik aus Taizé“.

 

Mit Unterstützung von Münsterkantor Markus Karas und Professor Wolfgang Bretschneider gründete der junge Kunsthistoriker und Kirchenmusiker Stefan Bodemann im Jahre 2007 die damals siebenköpfige Choralschola für Männer, die Hochämter im Münster mit Propriums- und Ordinariumsgesängen verschönern. Seit 01.02.2007 wird die Schola durch Sebastian Hohberg geleitet. Die Gemeinde hört dabei nicht nur zu, sondern wurde beim Kyrie, Credo, Sanctus und Agnus Dei aktiv in die Wechselgesänge einbezogen. Das auf die jeweiligen Lesungstexte abgestimmte Proprium ist jedoch der Schola vorbehalten.

 

Sebastian Hohberg übernimmt die Parts des Kantors. Gesungen wird nach dem Graduale Romanum. Die Schola verwendet dabei die Triplex-Ausgabe, eine moderne Ausgabe der Gesänge nach bestimmten mittelalterlichen Handschriften. Die alten Melodien werden dann gemäß neuesten Forschungsergebnisse aus Semiologie und Paläographie an korrigiert. Die Philosophie bei der Wiederentdeckung der Gregorianik am Münster: „Reichtum entdecken, Tradition verstehen, Frohbotschaft verkünden“.

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  • Dienstags 19:30 bis 21:30 im Kapitelsaal, Eingang Martinsplatz

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Letzte Aktualisierung: 06.09.2010