Mit den Worten
"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" und der
Salbung mit Chrisam erfolgt die Firmung durch den Bischof. Was in der
Taufe begonnen hat, wird in der Firmung bekräftigt. Taufe und Firmung
bilden mit der Eucharistie die Initiationssakramente der katholischen
Kirche. [Firmung 2010]
Aussendung des
Heiligen Geistes. Fenster im südlichen Querhaus des Bonner Münsters
Mit dem Pfingstfest endet auch die Osterzeit. 90 Tage nach
Aschermittwoch,
50 Tage nach dem erlösenden
Osterfest, 10 Tage nach
Christi Himmelfahrt wird am Pfingstsonntag-Abend zeichenhaft
nach der Messe die Osterkerze gelöscht. Aber Christus, der das
Feuer ist, dass die Nacht erhellt will in unseren Herzen weiter brennen.
Dazu hat er uns den Heiligen Geist Gottes gesandt.
Das Wort leitet sich von "pentekoste" ab,
dem griechischen Begriff für "fünfzig". Pfingsten feiert die Kirche als
das "Hochfest des Heiligen Geistes". Sie erinnert an das
außerordentliche Ereignis, bei dem die Freunde Jesu nach dessen Tod den
Heiligen Geist auf sich herabkommen spürten. An diesem Tag begannen sie,
die Taten Jesu zu verkünden. Pfingsten gilt darum auch als Geburtstag
der Kirche.
Der Heilige
Geist ist die schöpferische Kraft Gottes. Die Kirche glaubt, dass im
Heiligen Geist Gott selber mitten unter den Menschen ist. Im Vertrauen
darauf wagt sie es immer wieder sich kritisch zu äußern. Die Gefahr
missverstanden zu werden, nimmt sie dabei in Kauf. In der Kunst wird der
Heilige Geist oft als weiße Taube dargestellt.
In der Liturgie wird nun die "Zeit im Jahreskreis" fortgesetzt,
zu erkennen an den grünen Gewändern der Priester an den "normalen" Tagen, d. h.
wenn es keinen besonderen Gedenk- oder Feiertag gibt wie beispielsweise
Fronleichnam oder das Hochfest der Apostel Peter und Paul.
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am
gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger
Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es
erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen
ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen,
in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber
wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das
Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte
sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten:
Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in
seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von
Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von
Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und
Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
Aus der Bibel. Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse
1 bis 11
[...] Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist
und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater
und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die
Propheten, [...]