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Was hat Kirche
mit dem Karneval zu tun [...] |
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2009: Prinz
Ralf und Bonna Miriam mit Münster-Carré-Leiter Reinhard Sentis auf der
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Rosenmontag in Bonn

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Wenn sich der Karneval vor allem in den rheinischen
Hochburgen zeitlich weit ausdehnt, so handelt es sich ursprünglich
lediglich um den Auftakt der Fastenzeit vor dem Weihnachts- oder
Osterfest. Dies erklärt sich schon aus der Worten selbst. So bedeutet
Karneval (lateinisch carne vale) übersetzt „Fleisch adé“ und mit der „Faste(l)ovend“
ist eigentlich der Abend vor dem großen Fasten.
Die
Bezeichnungen für das närrische Treiben sind regional verschieden. Im
Rheinland heißt es Karneval, in anderen Gegenden Fastnacht. In
Sachsen-Anhalt wird überwiegend Fasching gefeiert.
Ähnlich variabel sind die Wortableitungen, die auf die 40-tägige
christliche Fastenzeit vor dem Osterfest hinweisen. Das Wort Fastnacht
ist seit dem zwölften Jahrhundert im Mittelhochdeutschen bekannt. Umstritten ist, ob die Feiern
neben religiösen Bezügen auch in germanisch-heidnischen Riten, den
Fruchtbarkeitskulten und der Wintervertreibung ihre Wurzeln haben.
Im 13. und 14. Jahrhundert gehörten Gastmähler, Trinkgelage,
Reiterspiele und Tanz zu den Bräuchen der "Fünften Jahreszeit". Die Art
der Festlichkeiten hat sich seitdem kaum verändert: Mit Tanz, Spiel,
Umzügen und Verkleidungen wird in den Tagen vor der Fastenzeit die
bestehende Ordnung außer Kraft gesetzt und im Narrengewand gespottet.
Ein Höhepunkte der närrischen Zeit sind der Donnerstag vor
Aschermittwoch, die Weiberfastnacht, sowie der Rosenmontag und der
Veilchendienstag, an dem die Faschingszeit mitunter feierlich und
tränenreich zu Grabe getragen wird.
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