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15.08.2011
Den Blick nach oben richten
Mariä Himmelfahrt weist auf die Zeit nach der Zeit
Mitten im Sommer feiern wir am 15. August das Hochfest "Aufnahme Marias in den Himmel". Im Volksmund wird das Fest auch "Mariä Himmelfahrt" genannt, trifft den Kern aber nicht ganz, da eine Gleichsetzung mit "Christi Himmelfahrt" assoziiert wird.
Jesus ging aus eigener Kraft aktiv in den Himmel, während Marias Aufnahme ins Reich Gottes eine Handlung Gottes an ihr ist. Dies wird sehr schön am mittelalterlichen Fresko im Hochchor des Bonner Münsters [Bild] deutlich. Maria zeigt uns die erhobenen Hände und verdeutlich, damit ihre passive Haltung. Die Engel scheinen sie zu stützen und ihr unter die Arme zu greifen. Damit vollendet sich im Tod noch die unbedingte und unvoreingenommene Hingabe Marias an Gott. Es ist kein Kadavergehorsam gegenüber einer Übermacht.
Frei von jeder Belastung und Sünde, ohne Vorbehalte und Beeinflussung konnte Maria Gott eine Zusage oder Absage erteilen. Ihr JA war kein eingeschüchtertes Abnicken. Mit Ihrem JA ließ sich sich in die unendliche Liebe Gottes fallen im Bewusstsein, in seiner Hand geborgen zu sein.
Das Fresko im Bonner Münster befindet sich in der Spitze eines Bogens. Man muss aber den Kopf heben und den Blick nach oben richten, um es zu sehen. Hier wird deutlich, welches Ziel unser Leben hat, denn nicht die Erde ist unsere ewige Heimat, sondern der Himmel. |
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