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Kathedra Petri
Ein seltsames Fest am
22. Februar |
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Petrus auf der
Kathedra im Petersdom |
Dieses Fest geht auf eine antike Gewohnheit zurück. Im
alten Rom fing das neue Jahr am 1. März an. Analog zu unserem
Totengedenken am Ende des Kirchenjahres, beging man auch im alten Rom
dieses Gedächtnis am Ende des Jahres. Vom 13. bis 22. Februar
versammelten sich die Familien und Freunde an den Gräbern der Toten, um
mit ihnen Mahl zu halten. Dabei hielt man für den Verstorbenen einen
Sessel, die cathedra frei.
Hieraus ergab sich auch das Fest Kathedra
Petri. Wir feiern es am 22. Februar, da der eigentliche Todestag des
Apostelfürsten unbekannt war. Erst später deutete man „cathedra“ als
bischöflichen Lehrstuhl und sah darin die Übernahme der römischen Kirche
durch Petrus.
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Banyas, Israel. Das Pan-Heiligtum mit langer Tradition im
antiken Cäsarea Philippi am, wo die Bibelszene eingeordnet ist. Neben in
den Fels gehauenen Heiligtümer ist auch das Tor zu den Mächten der
Unterwelt zu sehen. |
Du bist Petrus, der Fels
"DU bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine
Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht
überwältigen." (Bibel, Evangelium nach Matthäus, 16,18)
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1928 unter dem
Münster ausgegraben, wartet nun die Cella auf ihre Rückholung |
Cella memoriae
Aus diesem Gedächtniskult
geht auch die Cella memoriae hervor. Es ist ein kleines nach oben
offenes oder geschlossenes Gebäude über einem Grab, das dem Gedächtnis
de Bestatteten gewidmet ist
Keimstätte des Bonner Münsters und damit auch Keimstätte der Stadt Bonn ist eine
solche CELLA MEMORIAE. Denn von hier aus entwickelte sich der mittelalterliche
Stadtkern.
1928 fand man diese spätantike Totengedächtnisstätte bei Ausgrabungen unter
dem Bonner Münster. Derzeit lagert Sie im Depot des Rheinischen
Landesmuseums. Die Rückholung der „Cella memoriae ist ein ehrgeiziges
Projekt der Bonner Münster-Stiftung sein.
In
der am Rande eines römischen Gräberfeldes aufgefundenen
Totengedechtnisstätte fanden sich zwei blockartige gemauerte Tische und eine
an drei Seiten umlaufende Sitzbank. Es war der Ort für Gedächtnismahle, ein
heidnischer Brauch, der anfangs auch von den Christen praktiziert wurde.
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Ältestes christliches Zeugnis
Der
Fund unter dem Bonner Münster gilt deshalb allgemein als früheste christliche
Memorie Niedergermaniens, als ältestes christliches Zeugnis im Rheinland, wie
auch als Keimzelle der mittelalterlichen Stadt Bonn. Die Ende des vierten
Jahrhunderts darüber errichtete erste kleine Saalkirche wird mit den Namen der
christlichen Soldatenmärtyrer Cassius und Florentius verbunden. |
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