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6. Januar 2010

Epiphanie - Erscheinung des Herrn

Heilige Drei Könige - Sternsinger

Fresko im Hochchor

Fächerfenster

Dreikönigsaltar im Hauptschiff

Fresko im nördlichen Querhaus

Das Fest "Epiphanie" zu deutsch "Erscheinung des Herrn" gehört zu den alten christlichen Festen. In den Gottesdiensten wird der Bibeltext vorgetragen, der davon erzählt, dass Sterndeuter (Magier) aus dem Morgenland zur Geburtsstätte Jesu in Bethlehem gezogen sind, um ihn anzubeten. Der Volksglauben sieht sie als Könige, wegen der Zahl ihrer Gaben als drei. Deshalb stellt man an diesem Tag traditionell drei Königsfiguren an die Weihnachtskrippen. Der Tag heißt auch Fest der Heiligen Drei Könige.

 

Die Christen feiern mit dem Fest Epiphanie ihren Glauben, dass in dem Menschen Jesus Gott selbst der Menschheit als der wahre Erlöser erschienen ist. Die alten christlichen Überlieferungen nehmen mit diesem Begriff "Erscheinung" (Epiphanie = griechisch) wahrscheinlich einen Begriff aus ihrer griechisch-heidnischen Umwelt auf. Dort bezeichnete Epiphanie das unvermittelte aber wohltätige Erscheinen einer Gottheit oder auch die Ankunft des hellenistischen oder römischen Herrschers in einer Stadt.

Das Fest der Heiligen Drei Könige feiert die Kirche am 6. Januar, und die Länder Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg begehen es als Feiertag. Nach einem Text der Bibel handelt es sich jedoch nicht um Könige, sondern - je nach Übersetzung - um Magier, Weise oder Sterndeuter aus dem Osten. Sie folgten einem besonderen Stern und gelangten so nach Bethlehem zum Jesuskind. In ihm erkannten sie den neugeborenen König der Juden und brachten kostbare Geschenke dar.

Um die "Drei Weisen aus dem Morgenland" ranken sich zahlreiche Legenden und Erklärungsversuche: Erst der Volksglaube machte sie zu Königen, und erst im sechsten Jahrhundert erhielten sie die Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Meist wird Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner abgebildet, der Europäer Melchior bringt Gold, und Balthasar als asiatischer König schenkt Weihrauch.

Die Reliquien sollen zunächst in Konstantinopel aufbewahrt worden sein. Später gelangten sie nach Mailand. Im zwölften Jahrhundert schenkte Kaiser Barbarossa die sterblichen Überreste dem Reichskanzler und Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, der sie 1164 nach Köln bringen ließ. Die Heiligen Drei Könige gelten als Schutzpatrone der Reisenden und Gastwirte sowie der Spielkartenhersteller und Kürschner.

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Letzte Aktualisierung: 22.02.2010