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               Kardinal Meisner

 

02.06.2011

 

Christi Himmelfahrt

Frauen am Grabe Christi und Himmelfahrt des Herrn (sog. „Reidersche Tafel“); Elfenbein; Mailand oder Rom, um 400 n. Chr.

Auferstehung und Himmelfahrt gehören zusammen. Christus ist Mittler, Versöhner und Erlöser. Durch Leben, Tod und Auferstehung hat Christus die Menschheit erlöst. Nun geht er selbst aktiv gen Himmel. Aber aus den Wolken  Aus dem Himmel reicht gleichzeitig der Vater ihm die Hand, um ihn einerseits an sich zu ziehen und zu erhöhen und andererseits als Versöhnungsgeste zwischen Gott und Mensch.

Himmelfahrt Jesu. Fenster im südlichen Querhaus des Bonner Münsters

Die Himmelfahrtsstätte auf dem Ölberg in Jerusalem. Heute in muslimischer Hand.

Vierzig Tage nach Ostern feiern Katholiken und Protestanten das Fest Christi Himmelfahrt. Im Zentrum des Festes steht jedoch nicht die Frage nach dem technischen Wie der Himmelfahrt. Vielmehr soll deutlich werden, dass Christus dahin zurückkehrt, von wo aus er in die Welt gekommen ist: zu Gott, seinem Vater.

O freudenreicher Tag

an dem der Vater seinem Sohn die Hand reicht,

um den Auferstandenen zu erhöhen

und Gott und Mensch, Himmel und Erde zu versöhnen. Halleluja

Heute sprechen die Kirchen auch von der Erhöhung Christi. Damit wollen sie sagen, dass Jesus an der Herrlichkeit Gottes teil hat, dass er Gott gleich geworden ist. Die Redensart "in den Himmel kommen" bedeutet folglich nicht einen konkreten Raum. Vielmehr drückt sie die Nähe zu Gott aus, die enge Verbundenheit mit ihm.

Die Autoren der Bibel haben das vor fast 2.000 Jahren mit ihren Worten und mit den Vorstellungen ihrer Zeit ausgedrückt. Eng verbunden mit der Himmelfahrt Christi ist sein Auftrag, seine Botschaft von der Liebe Gottes allen Menschen zu verkünden. In diesem Auftrag wurzelt bis heute das Wirken der Kirche.

Quelle & Genehmigung: kathweb.de


Jesus sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet. Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.

Bibel. Evangelist Lukas. Kapitel 24, Verse 46 bis 53

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Letzte Aktualisierung: 06.02.2012