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17.01.2012 | Stadtdekanat Bonn / Erzbistum Köln
Hohe Auszeichnung für Bonner Initiativen
Kardinal und Diözesanrat verleihen Anton-Roesen-Preis
Beim Neujahrsempfang des Diözesanrates im Erzbistum Köln am vergangenen Sonntag, 15.01.2012, wurde Bonn gleich doppelt mit den Anton-Roesen-Preis ausgezeichnet. Im Kölner Maternushaus verlieh Erzbischof Joachim Kardinal Meisner den Preis an den Sachausschuss „Schöpfung und Umwelt“ des Pfarrgemeinderates St. Martin und Severin, in Bonn-Bad Godesberg. Ebenso wurde die Aktion „Nikolaus komm in unser Haus“ geehrt, die vom BDKJ Köln ins Leben gerufen wurde und deren Bündnispartner in Bonn der Citypastoralrat und das Münster-Carré sind.
Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher gratulierte den Preisträgern und lobte den Einsatz beider Gruppen. In einem Glückwunschreiben an die Godesberger Initiative bemerkte er, dass die Bewahrung der Schöpfung ein biblischer Auftrag ist, der in den letzten Jahren sehr aktuell geworden sei. Die Tatsache, dass ein großer Teil der Bonner Kirchengemeinden Naturstrom bezieht und sich immer mehr kirchliche Einrichtungen der Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen der Erde verpflichtet fühlen, zeige, dass das Thema von vielen in der Kirche als wichtig erkannt werde. „Aber es gibt noch viel zu tun. Mit meinem Glückwunsch verbinde ich Anerkennung für Ihre Arbeit und die Bitte, dass sie ausstrahlen möge auch in andere Gemeinden unserer Stadt“, schreibt der Stadtdechant.
Bistumsweit erste Holzpelletanlage Fast vollzählig war der Sachausschuss „Schöpfung und Umwelt“ (SchuU) mit Pfarrer Helmut Powalla und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden „Dorothee Schwüppe“ im Maternushaus, als Kardinal Meisner den Preis überreichte. Sabine Schmidt, Vorstandsmitglied des Diözesanrates, lobte die vielfältigen und innovativen Aktionen: „Durch den Sachausschuss Schöpfung und Umwelt ist vielen Godesbergern und Bonnern vermittelt worden, wie eng Glauben und Bewahrung der Schöpfung zusammen gehören und welche Wege konkret eingeschlagen werden können, um der Umwelt – und damit Gott und den Menschen – nachhaltig Gutes zu tun.“ Zu den Projekten gehört die bistumsweit erste Holzpellet-Anlage in einer kirchlichen Einrichtung. Ebenso hob Schmidt die Bedeutung von Aufklärung und Aktionstagen hervor, wie dem Tag der Schöpfung, der in Heiderhof jedes Jahr in besonderer Weise für alle Altersgruppen vom „SchuU“ mitgestaltet wird.
Nikolaus auf Deutschland-Tournee Schon seit einigen Jahren protegiert der BDKJ-Stadtverband Köln den Heiligen Nikolaus, hat aber im Frühjahr 2011 zu einem breiten Aktionsbündnis aufgerufen, dem sich das Bonner Münster-Carré und der Citypastoralrat anschlossen. Was bei Sonnenschein mit einem Nikolaus-Gipfel im Jugendzentrum Crux begann, entwickelte sich zu einer beispielhaften Großoffensive, woraus unter anderem das „Nikolaus-Mobil“ hervorging, welches auf seiner Deutschland-Tournee im vergangenen Advent auch zwei Tage am Bonner Münster stand. Für „das schönste Amt nach dem Papst“ wurde die erste „Nikolaus-Schule“ ins Leben gerufen, die in Bonn durch die Familienbildungsstätte organisiert wurde. Leitlinien des Bündnisses sind 1. die Wiederentdeckung des Nikolaus; 2. Die Botschaft des Nikolaus in die Öffentlichkeit tragen; 3. die Unterstützung des Fairen Handels im Hinblick auf eine gerechte Verteilung der Güter. Mit Blick auf das Konsumverhalten vor allem zu Weihnachten würdigte der Geschäftsführer des Diözesanrates, Norbert Michels, die Aktion „Nikolaus komm in unser Haus“, die mittels des heiligen Manns andere Schwerpunkte setze. „Es geht bei der Nikolaus-Aktion nicht nur, aber natürlich auch, um die Figur des Heiligen Nikolaus, es geht aber zu allererst um das, was er in seiner Zeit getan hat“, so Michels. Getrieben von geistiger Leere und Sinnsuche fand Nikolaus seinerzeit Erfüllung in der Zuwendung zu den wirklich armen Mitmenschen. Zeit seines Lebens sei er seiner Linie treu geblieben „Gib von deinem Reichtum ab, beschenk die Armen, dann wird dir dies als doppeltes Geschenk, Freude und Genugtuung durch den Segen Gottes, zurückgeschenkt.“ Stellvertretend für das Nikolaus-Bündnis nahmen Stadtjugendseelsorger Dr. Dominik Meiering, Referent Daniel Könen und die Vorsitzende des BDKJ-Stadtverbands Köln, Andrea Schiefer, die Auszeichnung entgegen.
Kardinal lobt Münster-Laden Am Rande der Preisverleihung lobte Kardinal Meisner ein weiteres Mal auch die Schokoladen-Nikoläuse des Münster-Ladens, die als Pendant zum Weihnachtsmann seit 2004 dort verkauft werden. Der Anton-Roesen-Preis wird alljährlich für herausragende Leistungen katholischer Christen auf dem Gebiet der Weltverantwortung der christlichen Gemeinde vergeben. Anton Rosen selbst war Mitbegründer und erster Vorsitzender des Kölner Diözesanrates (1946 -1961) sowie Mitglied im ZdK. Mit dem Preis wird auf den unverwechselbaren Weltauftrag der Laien in Pfarrgemeinderäten, Institutionen, Gruppierungen und Initiativen hingewiesen.
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