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05.01.2012 | Bonner Münster

 

Karneval und Kirche gehören zusammen

 

 

Sicherheit: Das große "Schaufenster" des Foyers wird zur "Karnevals-Hochzeit" gesichert.

2009: Prinz Ralf und Bonna Miriam mit Münster-Carré-Leiter Reinhard Sentis auf der Terrasse

Rosenmontag in Bonn

In unseren Breiten feiern die meisten Karneval und kaum jemand kann sich dem närrischen Treiben entziehen… - abgesehen von den überzeugten Karnevalsgegnern oder -muffeln, die nicht selten auch die Flucht ergreifen. Übersehen wird dann schnell, dass Karneval und Kirche zusammengehören.

 

Gemäß biblischer Überlieferung hat Jesus 40 Tage in der Wüste gefastet, was Vorbild für die christlichen Fastenzeiten ist, nämlich für die Zeit vor dem Osterfest wie früher auch vor dem Weihnachtsfest, als der Advent noch länger als vier Wochen dauerte. Jeweils vor diesen Fastenzeiten wurde noch einmal ausgelassen gefeiert, was sich auch in der Namensgebung widerspiegelt: Karnevale kommt von Carne vale (Fleisch adé), Fastnacht oder rheinisch Faste(l)ovend bezeichnet den Vorabend der Fastenzeit, wobei sich selbiger mittlerweile etwas ausgedehnt hat. Somit ist der Karneval primär bezögen auf die Fastenzeit bzw. auf die dahinterliegenden großen Christlichen Feste.

 

Der 11.11. ist 40 Tage vor Weihnachten, an dem die einen Karneval, die anderen St. Martin feiern. Der 40. Fastentag vor Ostern hingegen ist der Aschermittwoch. Er setzt dem närrischen Treiben den Endpunkt. Ursprünglich waren die jecken Tage auf die letzte Woche vor Aschermittwoch beschränkt. In einem Buch kann man lesen über den „Der Carneval in Köln vor 1823“: „Die Vorfeier des Carnevals begann mit dem sogenannten Weiberfastnacht am Donnerstag vor demselben". In vielen Sprachen wird Weiberfastnacht der "fette Donnerstag" genannt. Es war der letzte Schlachttag vor der österlichen Fastenzeit, denn im Mittelalter galt der Donnerstag als allgemeiner Schlacht- und Backtag.

     

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Letzte Aktualisierung: 21.05.2012