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09.01.2012 | Bonner Münster
Attraktiv und großzügig
Baumaßnahmen am Münster-Laden: Neuer Zugang auch zum Kreuzgang bis Ende Mai 2012
Ein attraktives und großzügiges Entrée wird am Ende der Baumaßnahmen stehen, die am Münster-Laden in der Gerhard-von-Are-Straße im Gange sind. Ende Mai 2012 wird nicht nur der Münster-Laden über einen neuen, barrierefreien Zugang und mehr Fläche verfügen, sondern zugleich der mittelalterliche Kreuzgang der Münster-Basilika auf direktem Wege erschlossen. Die Baukosten für die vom Architekturbüro Schroeder und Schevardo geplanten Maßnahmen belaufen sich auf rund 400. 000 Euro; die Kosten teilen sich das Erzbistum Köln und die Kirchengemeinde St. Martin.
Glasbau mit Stahlkonstruktion Gleichsam als transparente Fuge zwischen den historischen Gebäudeteilen wird der gläserne Neubau links des Eingangs zum Pfarramt St. Martin (Gerhard-von-Are-Straße 5) entstehen; bis vor drei Jahren befand sich an dieser Stelle noch ein Garagenanbau. Der geplante Glasbau wird in eine Stahlkonstruktion eingebettet und soll besonderes Augenmerk auf die südliche Wand des Kreuzgangs lenken. Auf der linken Seite des Glasbaus wird der neue Eingang des Münster-Ladens entstehen, nach rechts führt über eine Treppe der Weg zur südlichen Wand des mittelalterlichen, bislang nur über die Münster-Basilika zugänglichen Kreuzgangs, der künftig auch ohne Störung der Messfeier besichtigt werden kann. Bauhistorisch ist diese südliche Wand des Kreuzgangs besonders interessant, gehören die sechs noch sichtbaren, vermauerten rundbogigen Fensteröffnungen doch zur Originalbausubstanz aus der Mitte des 11. Jahrhunderts und wird die Entstehungsgeschichte des Bonner Münsters hier besonders deutlich. Eine Herausforderung für die Planer ergab sich aus den Richtlinien des Denkmalschutzes – alle an den Neubau angrenzenden Gebäude stehen unter Schutz, und so wurden die Planungen in allen Einzelheiten intensiv mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt.
Im Rahmen der Baumaßnahmen erfolgt eine Sanierung der Kreuzgang-Wand, die von Experten als dringend erforderlich erachtet wird. Bei dieser Restaurierung, auf die rund die Hälfte der geplanten Kosten entfällt, werden die Fassadensteine aus Römertuff dort, wo es nötig ist, denkmalgerecht ausgetauscht und ergänzt, ihre Fugen erneuert und die Oberflächen vorsichtig gereinigt. Der historische, nicht mehr erhaltene Tuffsteinsockel wird wieder hergestellt und in traditioneller Methode mit dem Mauerwerk verzahnt. Die derzeit im Bereich des Zugangs zum Kreuzgang befindlichen Memoriaeplatten schließlich werden abgenommen, restauriert und anderer Stelle wieder aufgehängt. Mit diesem Projekt tragen Stadtdechant Wilfried Schumacher und seine Gemeinde einem lang gehegten Wunsch Rechnung.
Der Münster-Laden, der für Frauen und Männer mit Kinderwagen, für Menschen mit Gehhilfen oder Rollstuhl bisher nur erschwert zu erreichen ist, erhält mit dem Glasbau einen großzügigen und behindertengerechten Eingang. „Im kommenden Jahr feiert der Münster-Laden sein zehnjähriges Bestehen und dank des neuen Zugangs wird der Laden, der wegen seines ganz speziellen Angebotes aus der Einzelhandelslandschaft der Bonner City aus unserer Sicht nicht mehr wegzudenken ist, noch mehr als bisher den Besucherinnen und Besuchern unserer Basilika zur Verfügung stehen“, freut sich Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher.
Im Zuge der Baumaßnahmen erhalten die Geschäftsräume einen neuen Bodenbelag aus Basalt sowie neue Möblierung und Beleuchtung. Deshalb und aufgrund der anstehenden Jahresinventur wird der Münster-Laden vom 30.12.2011 bis zum 07.01.2012 geschlossen sein. Für die Zeit des Umbaus geht der Verkauf jedoch im Kapitelsaal der Münster-Basilika weiter (Zugang über den Martinsplatz), wo die Mitarbeiter ab dem 09.01.2012 ein umfangreiches Sortiment bereit halten. Voraussichtlich Mitte bis Ende Februar werden dann auch die neu gestalteten Verkaufsräume wieder zugänglich sein.
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