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06.12.2010 | Stadtdekanat Bonn
Der wahre Nikolaus
Schon interessant welche Wege der Hl. Nikolaus nahm: die Holländer exportierten ihn in die Neue Welt. Aus Sinte Klaas wurde Saint Claus und schließlich Father Christmas, den die Coca-Cola-Werbung in ihren Hausfarben Rot-Weiß populär machte. In diesem Outfit wurde er nach dem Ersten Weltkrieg nach Europa reimportiert und wurde hier zum Weihnachtsmann.
"Der heilige Bischof hat es heute schwer. Sein kommerzieller Widerpart hat nach wie vor Konjunktur", stellt Nikolaus-Experte Manfred Becker-Huberti fest. Auch die Reform des römischen Kalenders hat seinen Beitrag geleistet: 1969 strich Papst Paul VI. kurzerhand den Gedenktag am 6. Dezember als allgemein gebotenen Feiertag!
Aber: Was nicht mehr geboten ist, ist deshalb noch lange nicht verboten! Nikolaus wird immer noch als Heiliger verehrt. Er ist als Patron zahlloser Kirchen, Kapellen, Altäre und Orte überall gegenwärtig. "Dieser Bischof ist einer, der anderen vormachte, wie man bei Gott heilig wird", erläutert Manfred Becker-Huberti. Sein Besitz dient ihm nicht zur Repräsentation oder als Machtfaktor, sondern ist ihm Geschenk Gottes, das dann Früchte bringt, wenn man es weitergibt. Geschenkt wird nur vordergründig materiell - eigentlich wird das ewige Leben geschenkt. Und unsere Nikolausgeschenke sollen ein wenig an diese Art des Schenkens erinnern.
Schon vor Jahren hat unser Münster-Laden begonnen, den "wahren Nikolaus" anzubieten, nicht den Schokoladen-Weihnachtsmann, sondern den Heiligen im Bischofsornat. Viele Tausend Exemplare gehen vor allem auch in die Kindergärten und selbst unser Erzbischof zählt in jedem Jahr zu den treuen Käufern des süßen Heiligen.
An diesem Wochenende hat man am Stand des Münster-Ladens auf dem Weihnachtsmarkt Gelegenheit, den "wahren Nikolaus" zu kaufen als Geschenk für Kinder und Enkelkinder, für Geschwister und Freunde, für Kollegen, und und und.
Msgr. Wilfried Schumacher Münsterpfarrer |
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