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Halloween-Grußkarte aus Amerika. 1904 |
Halloween leitet sich aus der englischen Bezeichnung „All Hallows
Eve“ ab und bedeutet „Vorabend von Allerheiligen“. Das Allerheiligenfest wird in
der abendländischen Kirche seit dem 9. Jahrhundert am 1. November gefeiert.
Das Brauchtum zu Halloween ist älter als der Begriff und wird den Kelten
zugeschrieben. Es war vor allem auf den Britischen Inseln, dann in Irland und
Nordfrankreich beheimatet. Die Nacht vor dem 1. November wurde „Samhain“ genannt
und galt als Beginn der dunklen Zeit, zu dem die Grenze zwischen den Welten
offen war. Zum Brauchtum gibt es verschiedene Interpretationen: Aufgestellte
Lichter sollten den verstorbenen Ahnen, die in dieser Nacht umherwandelten, den
Weg weisen und/oder ausgehöhlte Rüben oder Kürbisse, in die man Gesichter
schnitzte und Lichter stellte, sollten böse Geister vertreiben.
Zum Teil wird behauptet, das Allerheiligenfest sei von der Kirche bewusst auf
den 1. November gelegt worden, um den vorhandenen Brauch im christlichen Sinne
umzudeuten. Vergleichbare Thesen existieren zum Termin des Weihnachtsfestes,
sind aber in der Forschung umstritten.
Im 18. Jahrhunderts gelangte der Halloween-Brauch in die USA. Im Gegensatz zu
Europa wurde das Fest in den Vereinigten Staaten bis ins 20. Jahrhundert
tradiert und schwappte in jüngster Zeit wieder über den großen Teich zurück nach
Europa.
Zu dem Kürbisgesicht entwickelte sich im US-amerikanischen Volk die Geschichte
des Jack O‘Lantern, nach dem diese Gesichter benannt werden.
Man erzählte, dass Jack O‘Lantern ein betrügerischer Mensch gewesen sein soll,
der mit List dem Teufel das Versprechen abgerungen habe, ihn zu verschonen. Am
Tag von Jacks Tod kam das Versprechen zur Wirkung, so dass dem Sünder nun Himmel
wie Hölle verwehrt blieb und er ewig in der Zwischenwelt umherwandern muss. Dazu
reichte ihm der Teufel ein kleines Licht in einer Rübe bzw. einem Kürbis.
Quelle: kathweb.de |