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25.07.2010 | Bonner Münster
Schiffswalfahrt nach Bornhofen mit dem Stadtdechanten
Im letzten Jahrhundert etwas eingeschlafen, erfreuen sich Pilgern oder Pilgerfahrten (nicht erst mit „Ich bin dann mal Weg“ von Hape Kerkeling) zunehmender Beliebtheit. Bereits seit 1683 ist eine jährliche Pilgerreise von Bonn in einen der ältesten deutschen Marienwallfahrtsorte nachgewiesen: Bornhofen am Mittelrhein. Am Sonntag, 5.09.2010 ist es wieder soweit: Mit der MS Rheinprinzessin stechen die Pilger um 8.00 Uhr am Alten Zoll (8.30 Uhr Bad Godesberg, 8.45 Uhr Königswinter) in See Richtung Süden. In diesem Jahr wird der Bonner Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher die Schiffswallfahrt nach Bornhofen begleiten.
Die Wallfahrt steht unter dem Leitwort „Maria – Mutter der Einheit. Miteinander Kirche sein“. Nach Gottesdienst und Gebet auf dem Schiff werden die Pilger am Nachmittag ihr Ziel erreichen, vor dem Bild der Gottesmutter Maria in ihren Anliegen beten. Gegen 21.30 Uhr wird wieder in Bonn angelegt.
„Eine solche Pilgerfahrt ist ein geistliches Ereignis. Aber neben Gebet und Gottesdienst können die Teilnehmer auch unsere schöne rheinische Heimat genießen“, lädt der Stadtdechant zur Mitfahrt ein.
Sonntag, 05.09.2010 - Schiffwallfahrt nach Bornhofen
Hintergrund Seit dem 13. Jahrhundert ist eine Wallfahrt in Bornhofen nachgewiesen. Ziel ist das Bild der Gottesmutter Maria als „Schmerzhafte Mutter“, die ihren toten Sohn auf dem Schoß hält. Seit dem 18. Jahrhundert befindet sich im Bonner Münster eine Kopie des Bornhofener Gnadenbildes, wo es täglich das Ziel vieler Beter ist, die sich besonders in ihrem Leid mit Maria identifizieren. Schon Ende des 15. Jahrhunderts soll jährlich eine Schiffsprozession von St. Maria Lyskirchen in Köln nach Bornhofen gekommen sein. Eine Urkunde von 1522 beweist einen großen Radius der Herkunft der Wallfahrer bis an den Niederrhein. Seit 1683 pilgert die Bonner Bornhofen Bruderschaft an den Mittelrhein. Ein Wallfahrtslied des 19. Jahrhunderts beschreibt die einzige größere Schiffswallfahrt auf dem Rhein:
Das Bornhofener Wallfahrtslied bringt das doppelte Gesicht einer Wallfahrt zum Ausdruck: Der Pilger braucht die Hilfe beim konkreten Weg, den er begonnen hat – der Weg ist aber gleichzeitig eine symbolische Reise, die ihm die Nähe Gottes auf dem oft unruhigen Lebensweg aufzeigen soll. |
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