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31.05.2010 | PEK 100531
"Was ihr einem der Geringsten getan habt ..."
Erklärung des Diözesanrates zu sexuellem Missbrauch
Die Vollversammlung des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln hat sich mit den Vorkommnissen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in der Kirche auseinander gesetzt. Dabei begrüßt der Rat, dass die Kirche in Deutschland mit der konsequenten Aufbereitung der Vorkommnisse begonnen hat und sich unmissverständlich auf die Seite der Opfer stellt.
Zur Vorbeugung von Missbrauchsfällen in der Zukunft unterstreicht der Rat die Bedeutsamkeit einer Jugendarbeit, die Kinder und Jugendliche stark mache und sie befähige, eigenständig Grenzen zu setzen und sich im Fall von Übergriffen zu wehren. Bei der Ausbildung von Priestern und Laien im pastoralen Dienst müsse auf die notwendige Sensibilität für die Thematik Wert gelegt werden, damit das eigene Verhalten reflektiert und bei Fehlverhalten anderer interveniert werden könne.
Ferner fordert der Rat, dass bei der Zulassung und Ausbildung zum Priesteramt ein höheres Augenmerk auf die Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen Körperlichkeit gelegt werde. Es sei außerdem wichtig, in der Kirche und besonders in der Seelsorge auf transparente Arbeitsformen hinzuarbeiten und sich der gesellschaftlichen Diskussion um die kirchliche Sexualmoral zu stellen.
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