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27.04.2010 |
Deutscher Caritasverband
Empfehlungen zur
Prävention von sexuellem Missbrauch
Deutscher
Caritasverband gibt Orientierungshilfe heraus - Wohl von Schutzbefohlenen steht
im Zentrum allen pädagogischen Handelns
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat Empfehlungen zur Prävention von sexuellem
Missbrauch und zum Verhalten bei Missbrauchsfällen herausgegeben. Sie richten
sich insbesondere an die Dienste und Einrichtungen der Caritas in der Kinder-
und Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, aber auch an andere Dienste, in denen
besondere Abhängigkeitsverhältnisse bestehen.
Die Empfehlungen enthalten Regelungen zur Prävention sexuellen Missbrauchs, die
dazu beitragen sollen, Risiken frühzeitig zu erkennen und sie ansprechen zu
können. Dazu gehören eine vorsorgende Personalpolitik, klare Verhaltensregeln
für Mitarbeitende und eine Stärkung der Rechte von Schutzbefohlenen bzw. ihrer
Angehörigen. Die Empfehlungen fordern einen sensiblen Umgang mit Fragen von Nähe
und Distanz in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen.
Bei Hinweisen auf sexuellen Missbrauch bzw. bei einem begründeten Verdacht
stehen das Wohl der Schutzbefohlenen und die konsequente Aufklärung im Zentrum
der Empfehlungen. Die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden ist
eindeutig geregelt.
Die Empfehlungen knüpfen an eine langjährige verbandliche Diskussion und
vielfältige Initiativen im Umgang mit dieser Thematik an. In zahlreichen
Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie der
Behindertenhilfe gibt es bereits Material zum Thema und Schulungs- und
Supervisionsangebote für Mitarbeitende zu Fragen in diesem Kontext. Die
Empfehlungen des DCV wollen einen Beitrag leisten, die Diskussion in den
Einrichtungen und Diensten, die sich dem Wohl von Kindern, Jugendlichen und
Menschen mit Behinderung verpflichtet sehen, dahin gehend anzuregen, Strukturen
zu überprüfen und zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit diesem Thema
einzuladen.
Die Empfehlungen wurden in Abstimmung mit den Diözesan-Caritasverbänden und mit
Fachverbänden erarbeitet. In einem zweiten Schritt werden vorhandene Materialien
zum Thema zusammengestellt und sollen so den Austausch innerhalb des Verbandes
fördern und die Verantwortlichen in den Einrichtungen in ihrer Arbeit
unterstützen.
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