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02.04.2010
Stadtdechant: Jeder Leidende hinterlässt Jesu Spuren in mir Viele junge Menschen am Karfreitag im Bonner Münster - Fürbitte für die Missbrauchsopfer
Im vollen Bonner Münster feierte Stadtdechant und Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher am Nachmittag des Karfreitags den Gottesdienst.
In seiner Predigt verwies er auf das Fastentuch, das sechs Wochen lang die Gläubigen im Bonner Münster begleitet habe. Es zeigt ein Fresko, das seit dem Jahre 1300 im Querschiff der Basilika zu sehen ist: das Schweißtuch der Veronika, in dem der Legende nach Jesus einen Abdruck seines Gesichtes zurückgelassen habe. "Jesu Antlitz spiegelt sich wieder in dem Angesicht jedes gedemütigten und beleidigten, kranken und leidenden, einsamen, verlassenen und verachteten, missbrauchten und misshandelten Menschen", sagte der Stadtdechant. Ihnen beizustehen, bei ihnen auszuhalten, heiße, dass nicht nur ihr Angesicht, sondern Jesu Antlitz im Helfenden zurückbleibe. "Jeder Leidende, dem ich mich zuwende, hinterlässt Jesu Spuren in mir", sagte Schumacher seinen Zuhörern.
Bei der anschließenden Kreuzverehrung entzündeten die Gläubigen, unter ihnen auffallend viele junge, Weihrauchkörner. In die "Großen Fürbitten" wurde erstmals ein Gebet aus aktuellem Anlass eingefügt: "für die Kinder und Jugendlichen, denen in der Gemeinschaft der Kirche, großes Unrecht angetan wurde, die missbraucht und an Leib und Seele verletzt wurden". |
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