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30.03.2010 | citypastoral
Wechsel in der Citypastoral Bonn
Am 1. April 2010 wird es bei der Bonner Katholischen Citypastoral einen personellen Wechsel geben: Pastoralreferent Norbert Schmitz verlässt nach sieben Jahren diese neue Form der Seelsorge im Schatten des Münsters. Als Nachfolger an der Seite von Stadtdechant und Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher hat der Kölner Erzbischof ein Mitglied der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, Pater Gerd Hemken ernannt. Der Stadtdechant stellte jetzt seinen neuen Mitarbeiter der Öffentlichkeit vor und würdigte die Arbeit von Norbert Schmitz, der vor sieben Jahren ans Bonner Münster kam.
Damals steckte die Citypastoral noch in den Kinderschuhen, so Schumacher. Jetzt, da Norbert Schmitz seinen Arbeitsplatz im Münster-Carré verlässt, sei diese neue Form der Seelsorge, die sich um die Menschen bemüht, die in der City wohnen, arbeiten, ihre Zeit verbringen, erwachsen geworden. "Daran hat Norbert Schmitz maßgebend Anteil", sagte der Leiter der Citypastoral, Msgr. Wilfried Schumacher. Nur ungern lasse er seinen engen Mitarbeiter gehen, der in Zukunft neben seiner Tätigkeit als Mitarbeiter-Seelsorger des Caritasverbandes als Polizeiseelsorger arbeiten wird.
Zu seinen Tätigkeiten in Bonn zählte neben der konzeptionellen Arbeit besonders auch die Begleitung der Projekte. "Norbert Schmitz ist ein Mann voller Ideen", sagt Schumacher und nennt als Beispiele das Bonner Osterlamm, den Bonner Brotsegen und die Projekte in der Hütte der Kirchenmeile auf dem Weihnachtsmarkt. Das Engagement in den Wochen des Advents war ein Schwerpunkt der Tätigkeiten von Schmitz, das schon im Sommer mit den ersten Planungen begann. Auch die MünsterRauPä, das Programm für Kinder, die das Münster besichtigen wollen, geht auf den zweifachen Vater zurück.
"Die Qualifizierung der Ehrenamtlichen, ein besonderes Merkmal der Bonner Citypastoral, trägt die Handschrift von ihm. Hier hat er Maßstäbe gesetzt", sagt der Münster-Pfarrer und fügt hinzu. "Ich konnte mich stets auf ihn verlassen". Schmitz habe ihm den Rücken freigehalten und selbst viele Akzente gesetzt, berichtet der Stadtdechant. Stets sei er um Ausgleich der oft unterschiedlichen Interessen bestrebt gewesen. Für die Menschen habe er immer ein offenes Ohr gehabt.
Nicht nur sein Chef ist dankbar für die Arbeit in den vergangenen Jahren. Viele Kollegen und Ehrenamtliche werden ihn nur ungern gehen lassen. Von allen will sich Norbert Schmitz bei einer Schifffahrt verabschieden, die im Juli für alle Ehrenamtlichen geplant ist. Dann soll auch der offizielle Dank ausgesprochen werden.
Sein Nachfolger wird Pater Gerd Hemken. 1964 im Emsland geboren trat er nach einer Ausbildung als Bürokaufmann 1985 in das Noviziat bei den Herz-Jesu-Priestern ein. Diese Ordensgemeinschaft wurde 1877 von dem französischen Priester Leo Dehon gegründet und hat heute 2300 Mitglieder, die in 41 Ländern tätig sind. Ihre deutsche Zentrale sitzt in Bonn.
1995 wurde Gerd Hemken in der Herz-Jesu-Kirche Osnabrück zum Priester geweiht. In Freiburg konnte er als Kaplan fünf Jahre lang erste Erfahrungen sammeln, bevor er in den letzten Jahr als Wallfahrtspfarrer in Maria Martental in der Eifel tätig war. " Dort war es mein Bestreben, über die Betreuung der Wallfahrtsgruppen hinaus alles anzubieten, was in den umliegenden Pfarreien nicht mehr oder noch nicht angeboten wurde", erzählt er selbst von dieser Zeit, die für ihn eine gute Vorbereitung für seinen Dienst am Bonner Münster darstellt. Gerd Hemken wohnt im Provinzhaus seiner Gemeinschaft in Oberkassel, wo er auch für die Finanzverwaltungen des Ordens zuständig ist. "Obwohl ich vom Land komme und jetzt in Oberkassel wohne, freue ich mich sehr, wieder in der Stadt zu sein. Bonn mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot, der schönen Landschaft ringsum und seiner rheinischen Mentalität hat für mich das, was man mit Lebensqualität bezeichnet", lobt er seine neue Heimat und freut sich auf die Zukunft am Münster.
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