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22.02.2010 | Bonner Münster
Bonner Münster steigt um auf Modefarbe LILA
Selbst der Kreuzgang am Bonner Münster wird violett illuminiert
Seit Aschermittwoch tragen katholische Priester und Diakone weltweit nur noch violett in den Gottesdiensten. Am Bonner Münster werden sogar der mittelalterliche Kreuzgang und der südwestliche Flankierungsturm lila angestrahlt. Die Testphase dauert bis Ostern.
Die lila Pause ist vorbei. Jetzt werden auch in der katholischen Kirche die Farben ausgetauscht. Die Priester tragen in der Fastenzeit (bis auf wenige Ausnahmen) violette Gewänder tragen. Grund: in der katholischen Liturgie ist die Farbe violett Zeichen für Vorbereitung und Buße. Im Bonner Münster verhängt ein riesiges Fastentuch den Blick auf die prächtige Apsis mit dem Mosaik und den bunten Fenstern. Auch sind einige Altäre durch violette Tücher verhangen, um den Fokus auf das wesentliche zu lenken: Auf Gott und den Menschen. Selbst der Kreuzgang und der südwestliche Flankierungsturm am Foyer werden lila erstrahlen.
Testphase bis Ostern Man kann diesen „Kleiderwechsel“ tatsächlich als Testphase bezeichnen, als einen Test für's Herz. Denn die Fastenzeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf das höchste Fest der Christen: Ostern. Ruhe und Besinnung auf das wirklich Wichtige sind angesagt. Wie die Adventszeit vor Weihnachten, so will der die österliche Bußzeit die Menschen einladen, sich mit sich selbst, mit der Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott zu beschäftigen. Die Ministranten werden analog zu den Violetten Paramenten (liturgische Gewänder) statt der üblichen roten in der Fastenzeit schwarze Talare tragen.
Liturgische Farben Die katholische Kirche kennt für die Liturgie die Farben: Weiß, Rot, Violett, Grün, Schwarz. 1570 wurden diese im Römischen Messbuch festgelegt und waren richtungweisend. Das neue Messbuch von 1970 behält diese Farben modifiziert bei.
Ausnahmen bestätigen die Regel Die violette Fastenzeit wird natürlich durch besondere Fest- und Gedenktage wie zum Beispiel am Fest des heiligen Josef (19.03.) oder Empfängnis des Herrn (25.03.) durchbrochen
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