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13.12.2009 | Bonner Münster
Neues Stilles Örtchen
Toilette im Münster jetzt während der Gottesdienste offen
„Pecunia non olet“ (zu deutsch: Geld stinkt nicht) – seitdem der römische Kaiser Vespasian für die öffentlichen Toiletten eine besondere Steuer einführte, gibt es dieses geflügelte Wort.
Die Toilette unter der Sakristei des Bonner Münsters hat immer wieder Anlass zu Ärger gegeben. Wir konnten sie einerseits nicht unbeaufsichtigt offen lassen, da sie sonst von Drogenabhängigen als ungestörter Raum zum Spritzen benutzt wurde. Mehr als einmal haben wir dort Spritzen gefunden, mehr als einmal gab es dort Blutspuren und die Ansteckungsgefahr war gegeben. Andererseits konnten wir das Bedürfnis der Gottesdienstteilnehmer verstehen, die eine Toilette suchen.
Die Lösung, die wir jetzt gefunden haben: wir haben die Toilette renoviert und mit einem Zugang versehen, der mit dem Einwurf einer 50-Cent-Münze geöffnet wird. Wir halten einen Behälter mit Papiersitzauflagen vor, sodass eine hygienische Benutzung möglich ist, wenn die Toilette nicht mutwillig beschmutzt wird. Diese Toilette ist während der Gottesdienstzeiten zugänglich. Außerhalb der Gottesdienste verweisen wir auf die umliegenden Kaufhäuser und Gaststätten, die alle WC-Anlagen haben. Wir hoffen, dass durch die 50-Cent-Schwelle ungebetene Benutzer ferngehalten werden. Eine dauernde Aufsicht können wir uns nicht leisten. Sollte die Hoffnung trügen, müssen wir neu überlegen. |
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