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13.12.2009 | Bonner Münster
Halbzeit
Der Advent hat seine Hälfte erreicht. Sind Sie zufrieden? Nicht alle Vorsätze werden Sie in die Tat umgesetzt haben, vielleicht waren es auch zu viele gute Absichten. Auch unsere Bilanz kann sich sehen lassen: schon vor Wochen hat der Liturgie-Ausschuss überlegt, welche Schwerpunkte wir in diesem Jahr setzen: die verhüllten Altäre sprechen schon eine deutliche Sprache, ergänzt durch die Szenen des Krippenweges. Der wurde auch schon vor Wochen konzipiert und mit den Schaufenstergestaltern im Kaufhof besprochen, die uns in diesem Jahr helfen. Nebenbei eine Aktion, bei der beide Seiten profitieren: wir bekommen Hilfe und die Profis beschäftigen sich nicht nur mit den Verkaufsprodukten.
In diesem Jahr gibt es einen großen Adventskranz, der am Eingang zum Hochchor hängt, von unseren Küstern gebunden. Täglich werden 150 Adressaten von unseren SMS und den Twitter-Botschaften erreicht. Kurze Gedanken zum Advent, 160 Zeilen Zeichen lang. Rechtzeitig zum ersten Advent war alles zusammengestellt. Jeden Donnerstag wird die neue Szene des Krippenweges fotografiert, zu unserem Grafiker geschickt, der Foto und Text montiert, zurückschickt, damit wir die „Impulse“ hier drucken können. 1000 Exemplare gehen jede Woche weg. Auch unsere Homepages im Internet müssen immer aktualisiert werden.
Neben den Medien schauen wir, dass die Gottesdienste vorbereitet und gefeiert werden und dass Beichtväter zur Verfügung. Die Kirchenmusik bietet viel in Variationen und zu unterschiedlichen Zeiten. Das alles machen wir mit einer kleinen „Mann“-schaft, zu der auch Frauen gehören. Ich staune immer wieder, was wir schaffen – auch wenn es manchmal eng wird mit unseren menschlichen Ressourcen und viele Aktionen „auf Kante genäht“ sind.
Und während „draußen“ alle Welt sich versammelt zu Advents- und Weihnachtsfeiern, gemütlich über den Weihnachtsmarkt bummelt, und so langsam die Arbeit ausklingen lässt, geht es hier weiter bis nach dem Weihnachtsfest. Manchmal ist es wichtig, sich das bewusst zu machen – damit nicht alles so selbstverständlich wird.
Msgr. Wilfried Schumacher Münster-Pfarrer |
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