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               Kardinal Meisner

 

03.12.2009 | Stadtdekanat Bonn - Bilanz der einjährigen Visitation durch Weihbischof Dr. Heiner Koch im Stadtdekanat Bonn

 

Eine vitale Stadt mit Zukunft

 

Weihbischof Koch zieht positive Bilanz seines einjährigen Besuchs in Bonn

 

Zum Abschluss erhielt Weihbischof Dr. Heiner Koch aus den Händen des Stadtdechanten einen Bildkalender mit Fenstern des Bonner Münsters und eine Münster-Uhr mit dem Signet und einem Stein der Basilika. Beide Geschenke sollen ihn an die gute Zeit in Bonn erinnern und aufmerksam machen, dass es immer an der Zeit ist wiederzukommen.

Weihbischof Koch bei Familie Hüneburg mit dem kleinen Samuel. Rechts: Dr. Heinrich Mause (Chefarzt Gynäkologie)

Die Feier der Liturgie war immer wieder wichtig für Weihbischof Koch: Visitation der Kirchengemeinde St. Martin (04.03.2009) und zentrale Fronleichnamsfeier in Bonn

Am 29.04.2009 traf sich Weihbischof Koch mit Vertretern der Gewerkschaften [Meldung]

Am 24.11. machte der Weihbischof mit dem Stadtdechanten seinen Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch [Meldung Stadt Bonn]

„Bonn ist eine sehr vitale Stadt“, zog Weihbischof Dr. Heiner Koch Bilanz seiner Visitation im Stadtdekanat Bonn im Jahr 2009. Zum ersten Mal erfuhr die katholische Kirche in der Stadt eine zusammenhängende Visitation des Bischofs über zwölf Monate hinweg. Schreibt das Kirchenrecht eine regelmäßige Visitation einzelner Dekanate und Kirchengemeinden vor, so wollte Koch ein Jahr lang kirchliches Leben vor Ort in der Bundesstadt erfahren. Ein Jahr lang wollte er kontinuierlich und nachhaltig die vielfältigen großen und vor allem auch alltäglichen Herausforderungen der Menschen kennenlernen.

 

Der Weihbischof zeigte sich beeindruckt von einem „bunten und vielfältigen Leben „in den deutschen und fremdsprachigen Gemeinden in der Stadt.“ Trotz der der vielen strukturellen Veränderungen und Herausforderungen in der Kirche und auch allen anderen gesellschaftlichen Bereichen gebe es ein hohes Maß ehrenamtlichen Engagements. Dies sei weit über die Stadt hinaus exemplarisch. Mit dem Dank an die Ehrenamtler verband Koch aber auch das Lob an die Verantwortlichen. Die Priester, Diakone und hauptamtlichen Pastoralen Kräfte leisteten eine hervorragende Arbeit. Gemeinsam mit den Laien seien sie auf unterschiedlichen, aber überall guten Wegen.

 

„Die Kirche von Bonn hat Zukunft“ ist für den Geistlichen aus Köln eine der prägendsten Erfahrungen des vergangenen Jahres. 643 junge Menschen empfingen von ihm das Sakrament der Firmung. Darüber hinaus begegnete er vielen jungen Familien nicht nur beim Besuch der Familienbildungsstätte, sondern auch in den Gemeinden. Die meisten der 51 Kindertagesstätten mit 2.600 Plätzen standen ebenso auf dem Besuchsprogramm des Bischofs wie die 11 katholischen Familienzentren. Mit über 100 Ehejubilaren machte er eine Rheinschifffahrt. Für Koch steht fest: „Ehe und Familie muss in den Gemeinden ein pastoraler Schwerpunkt sein.“

 

Mehr als bisher müsse sich Kirche aber auch öffnen und neue Felder für sich entdecken. Vorbildcharakter hat für den Weihbischof die Citypastoral, die auf vielfältige Weise neue Wege zu Gott ebne. Es sei gut, dass die Gemeinde am Bonner Münster nun den Auftrag der Passantenpastoral bekommen habe, dem die Verantwortlichen und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon lange nachkommen. Koch besuchte auch hier alle Projekte und führte Gespräche im Foyer, im Münster-Laden und in der Kircheneintrittsstelle FIDES, die 17 Erwachsene auf die Firmung vorbereitet hatte.

 

Für den Bischof waren aber auch die Begegnungen mit nichtkirchlichen Institutionen wichtig. Er sprach mit dem neuen Rektor der Universität, Professor Dr. Jürgen Fohrmann, traf sich mit Gewerkschaftlern und besuchte Bonner Firmen. „Die Kirche in Bonn scheut sich nicht vor der gesellschaftlichen Verantwortung“, stellte er bei Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch fest und gab zu, dass er immer wieder beeindruckt sei von dem außerordentlich guten und konstruktiven Dialog zwischen Kirche, Handel, Politik und Kultur, der in dieser Form einzigartig sei im Erzbistum Köln.

 

Auch in anderen Bereichen sei die Situation in Bonn beispielhaft: so die große Zahl weiterführender Schulen in kirchlicher Trägerschaft. Fast die Hälfte aller katholischen Schüler besucht diese sechs Gymnasien und eine Realschule. Auch die Tatsache, dass es neben den Unikliniken nur kirchliche Krankenhäuser gebe, sei für ihn bemerkenswert. Die Begegnungen mit den Menschen in den Krankenhäusern und bei den Krankengottesdiensten haben einen nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterlassen.

 

„Auch Armut und Not sind für mich in Bonn sichtbar geworden. Aber auch die Menschen, die den Notleidenden helfend zur Seite stehen. Ich bin dankbar, dass dieses unverzichtbare Grundprinzip kirchlichen Handelns in den Bonner Gemeinden nicht vernachlässigt wird.“ In diesem Zusammenhang dankte er dem „starken und innovativen“ Caritasverband und seinen 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Hier werden die Zeichen der Zeit erkannt und neue aber ungemein hilfreiche Wege zum Wohle der Hilfsbedürftigen einschlagen“, so der Bischof.

 

Gern erinnert er sich an den Beginn seiner Visitationszeit als ihn bei der Karnevalssitzung der Kolpingsfamilie Endenich die Akteure mit dem Bläck-Fööss-Song „Ich wör `su jän ens Weihbischof“ begrüßt hatten. „Nach einem Jahr Visitation kann ich sagen: Für meine Aufgabe in Bonn galt und gilt dies uneingeschränkt!“ Weihbischof Koch ist sich sicher „Gott wird auch in Zukunft seine Hand über diese Stadt halten“.

 

Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher dankte Koch für die Präsenz im Stadtdekanat. Die Visitation des Weihbischofs sei ein wichtiges Projekt 2009 gewesen. „Der Bischof war mit offenen Augen, Ohren und vor allem mit aufmerksamen Herzen in der Stadt unterwegs. Für jeden, den er traf, besonders für die Jugendlichen, die er firmte, hatte er ein persönliches Wort. Er ist immer in Bonn herzlich willkommen.“

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