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27.11.2009 | Bonner Münster
Katholische Kirche steigt um auf Modefarbe VIOLETT
Selbst der Kreuzgang am Bonner Münster wird lila illuminiert
Die lila Pause ist vorbei. Heute tragen wieder alle die Trendfarbe Violett, die zeitweise nur der Frauenbewegung vorbehalten war. Und jetzt werden auch in der katholischen Kirche die Farben ausgetauscht. Die Priester werden weltweit in den Adventswochen (bis auf wenige Ausnahmen) violette Gewänder tragen. Grund: in der katholischen Liturgie ist die Farbe violett Zeichen für Vorbereitung und Buße. Im Bonner Münster werden auch der Altar und einige Bilder mit violetten Tüchern verhangen, um den Fokus auf das wesentliche zu lenken: Auf Gott und den Menschen. Selbst der Kreuzgang und der südwestliche Flankierungsturm am Foyer werden lila erstrahlen.
Testphase bis Weihnachten Man kann diesen „Kleiderwechsel“ tatsächlich als Testphase bezeichnen, als einen Test für's Herz. Denn der Advent ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Ruhe und Besinnung auf das wirklich Wichtige sind angesagt. Das kann natürlich auch ein Glühwein mit Freunden sein, weniger aber Trubel, Hektik und Feierlaune. Wie die Fastenzeit vor dem Osterfest, so will der Advent die Menschen einladen, sich mit sich selbst, mit der Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott zu beschäftigen. Die Ministranten werden analog zu den Violetten Paramenten (liturgische Gewänder) statt der üblichen roten im Advent schwarze Talare tragen.
Liturgische Farben Die katholische Kirche kennt für die Liturgie die Farben: Weiß, Rot, Violett, Grün, Schwarz. 1570 wurden diese im Römischen Messbuch festgelegt und waren richtungweisend. Das neue Messbuch von 1970 behält diese Farben modifiziert bei.
Ausnahmen bestätigen die Regel Der violette Advent wird natürlich durch besondere Fest und Gedenktage wie zum Beispiel den Kolping-Tag (Seliger Adolph Kolping am 4.12.) oder Empfängnis Mariens (8.12.) durch.
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