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22.08.2009 | Bonner Münster - Citypastoral
Einmal hinter den Kulissen des Bonner Münsters
Hunderte staunender Besucher beim ersten "Tag der offenen Sakristei"
Hunderte staunender Besucher konnten zum ersten Mal „Backstage“ im Bonner Münster Messgewänder bewundern, Weihrauch riechen oder einen Blick in die Schaltzentrale werfen. Wo normalerweise nur Priester und Ministranten Zugang haben, öffneten sich heute beim „Tag der offenen Sakristei“ die schweren Eisentüren für das interessierte Publikum. Im Rahmen der Ausstellung „So geht katholisch“ hatte die Citypastoral Bonn zu einem Blick hinter die Kulissen der großen Basilika eingeladen.
Mit so viel Zulauf hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Der Besucherstrom durch die Sakristei des Bonner Münsters riss nicht ab. Dabei zeigte sich das Publikum sehr interessiert, immer wieder erstaunt und äußerst dankbar für die neuen Einblicke des Bonner Münsters.
Einmal das Weihrauchfass schwingen „Puh, dafür muss man ja Kraftsport machen!“, stöhnte eine Besucherin unter der Last des großen und acht Kilogramm schweren Vortragekreuzes. Da lag das Weihrauchfass doch schon etwas bequemer in der Hand. Im Vorraum der Sakristei informierten die Ministranten über ihren Dienst am Altar. Anschaulich waren dabei auch die vier Schaufensterpuppen, die die verschieden Gewänder für unterschiedliche Anlässe demonstrierten. Unter großem Staunen der Gäste wurde an einem Witheboard veranschaulicht, wie der Zeremoniar mit den Ministranten die „Choreografie“ einer feierlichen Messe organisiert.
Kleider machen Leute Anhand der Messgewänder aus unterschiedlichen Jahrhunderten erklärten die Küster der Basilika auch die Bedeutung der liturgischen Farben. Hier wurde auch demonstriert, wie eine Messe vorbereitet wird und welche Bücher und liturgischen Geräte dafür von Nöten sind. Erstaunt zeigten sich die Besucher über die Ordnung des Gottesdienstes, hatten viele bei der Auswahl der Texte und Gewänder eher Beliebigkeit unterstellt.
Fremdgewordene Symbole wieder lebendig machen „Dadurch, dass den Menschen viele Riten, Traditionen und Bräuche fremd geworden sind, verlieren sie auch den Zugang.“, so Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher, der sich über den Zulauf sehr freute, auf die Frage nach dem Grund für diese Aktion. „Mit Ausstellung und offener Sakristei ergreifen wir die Chance, diese Symbole wieder zu verdeutlichen und ins Leben der Menschen zurückzuholen.“
Die haben sogar einen Computer Vor allem die Kleinen waren immer wieder über die moderne Technik erstaunt: „Guck mal, die haben sogar einen Computer in der Kirche!“ Der Münster-Laden begleitete den Tag im Kreuzgang mit einem speziellen Büchertisch zum Bonner Münster und zur Liturgie. Mit dem Einläuten des Sonntags um 19 Uhr endete ein für alle sehr bereichernder Tag.
NÄCHSTER SAMSTAG: Tag der offenen Münster-Orgel
Besichtigungszeiten der Ausstellung „so geht katholisch“:
Bonner Mittagsgebet (www.bonner-mittagsgebet.de):
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