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01.08.2009 | Citypastoral

 

Junge Pilger aus aller Welt in Bonn

 

Erinnerungen an den Weltjugendtag 2005

 

Bild 89 © Weltjugendtag gGmbh

Weihbischof Heiner Koch, 2005 WJT-Generalsekretär, erinnert sich im domradio an die Vorbereitungen des Weltjugendtages, die Tage mit den Jugendlichen und die Zeit danach. "Der Weltjugendtag war ein Event - aber eines mit Folgen." Vor allem für Jugendliche seien solche Höhepunkte wichtig zur Stärkung des Glaubens.

 

Rund eine Woche beherbergte die Bundesstadt die 'Jugend der Welt'. Tausende Pilger prägten in den vergangenen Tagen das Stadtbild. 100.000 versammelten sich alleine am Dienstagnachmittag zum Eröffnungsgottesdienst auf der Bonner Hofgartenwiese, über 5.000 erwartungsvolle Menschen säumten den Anfahrtsweg zur Villa Hammerschmidt, um Papst Benedikt am Freitag vor dessen Besuch bei Bundespräsident Horst Köhler zuzujubeln. Bonns Wege, Plätze, Kirchen und Häuser waren voll mit einem gut gelaunten, internationalen Publikum, von dessen Begeisterung sicher auch bei den Bonnerinnen und Bonnern über den Weltjugendtag hinaus etwas zurück bleiben wird.

 

 

Eine Bürgerbewegung für die Jugend der Welt

Stadtdechant Schumacher schätzt, dass in Bonn insgesamt nahezu 20.000 Männer und Frauen den WJT ehrenamtlich aktiv unterstützt haben, darunter rund 2.000 registrierte Helfer aller Altersstufen in Pfarrgemeinden, Verpflegungszentren und Gemeinschaftsunterkünften, 2.500 private Quartiergeber, 3.000 Kuchenbäckerinnen und -verteiler und 10.000 Gästelotsen. "Ein solches freiwilliges Engagement hat es noch nie in unserer Stadt gegeben. Das war eine Bürgerbewegung für die Jugend der Welt." Schumacher ist sich sicher, dass diese Tage Langzeitwirkung haben werden. "Da sprang ein Funke über. Die Botschaft ist: Es macht Freude, Christ zu sein." Nachdrücklich dankte der Stadtdechant auch den "brüderlichen evangelischen Christen, die uns ihre Gotteshäuser überlassen haben, Gemeinschaftsquartiere zur Verfügung stellten oder als private Herbergsgeber ihre Gastfreundschaft über die Konfessionen hinweg bewiesen".

 

 

"Glaube hat offensichtlich auch eine gesellschaftliche Dimension."

"Die Jugend der Welt war zu Gast in Bonn - und die Bonnerinnen und Bonner waren hervorragende Gastgeber für die Pilger des XX. Weltjugendtages. Die jungen Menschen und die Stimmung in der Stadt werden uns fehlen", diese Bilanz zog Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann nach " einem der ganz großen Ereignisse in der jüngeren Geschichte Bonns" am Sonntagnachmittag (21. August). "Wir werden so etwas nie wieder erleben. Und ganz Bonn machte mit", sagte die Oberbürgermeisterin. Die Bonnerinnen und Bonner seien wie verwandelt gewesen, die Fröhlichkeit der Gäste steckte alle an. Bonn sei damit auch seinem Anspruch, internationale Stadt zu sein, einmal mehr gerecht geworden. Die Oberbürgermeisterin begrüßte besonders, dass der Eröffnungsgottesdienst die acht Millenniums-Entwicklungsziele als Leitmotiv hatte: "Glaube hat offensichtlich auch eine gesellschaftliche Dimension."
 

 

 

100.000 Menschen bei der Bonner Eröffnungsmesse

 

Offiziell wurde der Weltjugendtag am Dienstag, dem 16. August 2005, um 17.00 Uhr mit drei dezentralen Gottesdiensten in Bonn, Köln und Düsseldorf eröffnet, während im ganzen Erzbistum Köln für 15 Minuten die Kirchenglocken festlich läuteten. In Bonn zelebrierte Jugendbischof Franz-Josef Bode (Bischof von Osnabrück) vor 100.000 Menschen auf der Hofgartenwiese vor der Universität

 

 

Eindrucksvoll: Taizé-Gebet im Bonner Münster

 

Neben der Agnes-Kirche in Köln war das Bonner Münster Gebets-Ort der Taizé-Gemeinschaft. Die Basilika war ständig ein Ort des intensiven Gebetes. Das sprach sich rum, weshalb aus Gründen der Sicherheit niemand mehr rein durfte. Überschattet wurde der Weltjugendtag von der Ermordung des Gründers der Gemeinschaft von Taizé Frère Roger.

 

 

 

Public Viewing auf dem Münsterplatz

 

Wer in Bonn blieb verpasste nichts. Einerseits hatte die Bundesstadt ohnehin viel an Pastoral, Gebet, Katechese und auch Unterhaltung zu bieten, andererseits gab es ein permanentes Public Viewing per Gorßbildleinwand auf dem Münsterplatz. Hier konnte man die Berichterstattung verfolgen und die großen Ereignisse miterleben. So versammelten sich beispielsweise zeitgleich zur Vigil auf dem Marienfeld hunderte Menschen auf dem Münsterplatz, um mit Kerzen in der Hand den Gottesdienst mit dem Papst zu verfolgen. Danach zogen alle in feierlicher Prozession in die Basilika zum Eucharistischen Segen.

 

 

 

Abschlussgottesdienst auf dem Marienfeld

 

Wer noch am Sonntagmorgen zur Abschlussmesse  wollte, hatte kein Problem. Ab 5.00 Uhr fuhren ununterbrochen Busse vom Zentralen Omnibusbahnhof zum Marienfeld. Ebenso perfekt war der Abtransport durch die SWB organisiert: Lange warten musste niemand. Das schlechte Wetter vor Ort tat der andächtigen Stimmung und der Freude der Jugendlichen keinen Abbruch.

 

 

 

"Leeres" Münster

 

Erstmals konnte man das Münster um den WJT herum ganz "frei" erleben. Für die Gottesdienste und Gebete der Taizé-Gemeinschaft wurden die Kirchenbänke entfernt.

 

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Letzte Aktualisierung: 04.01.2010