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Ab 19.05.2009 im Münster-Carré:
Aus unserer Mitte
Ausstellung über Armut in unserer Nachbarschaft
Wenn ich mal ganz viel Geld habe, dann gehe ich ins Kino. Oder ins Schwimmbad nach Meschenich. Da fahren die anderen Kinder immer hin", sagt die 9-jährige Lendita.
Zu lesen ist dieser Ausspruch des kleinen Mädchens in der Ausstellung "Aus unserer Mitte - Armut in unserer Nachbarschaft". Und diese Ausstellung kommt ab dem 18. Mai 2009 nach Bonn ins Münster-Carré.
"Meine Chantal soll's mal besser haben als ich" Gezeigt werden eindruckvolle Portraits von „echten“ Menschen. Ihre Gesichter sind in der Ausstellung zu sehen. Dabei ist jedem Portrait der Kölner Fotografin Bettina Flitner ein Wunsch zugeordnet. Das Portrait wiederum korrespondiert mit einer zunächst befremdenden Szene. Lendita sitzt einsam und verloren in einem burmesischen Kahn. Um sie herum: nur Wasser. „Das Schiff ist eine vielfach benutzte Metapher“, erläutert die Fotografin das Konzept, „man denke nur an Redensarten, wie 'Schiffbruch erleiden', oder auch 'in einem Boot' sitzen. Durch das Meer, das sie umgibt, verleiht eine solche Szene Einblicke in die Gefühlswelt der betroffenen Menschen.
"...20 Jahre bin ich jetzt auf der Straße. Manchmal ist es hart" Auf
diese Weise zeigt die Ausstellung acht Portraits von Menschen, die
arm und benachteiligt sind. Dargestellt werden u. a. Bilder des
Schulabbrechers Philipp (19 Jahre), der seinen Vater verloren hat,
des Wohnungslosen Micha (47), der nach Schuld am Unfalltod des
Bruders zwei Jahre im Gefängnis verbrachte, oder der 72-jährigen
Elza Berend, deren kleine Rente hinten und vorne nicht reicht. Zum
Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
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