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15.01.2009 | Stadtdekanat
Münster-Carré feierlich eingeweiht
Großes Eröffnungsfest am Wochenende
Fast 200 Gäste konnte Stadtdechant und Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher am Donnerstag bei der Einweihung des neuen Münster-Carré begrüßen. Nach zehnjähriger Planung und anderthalb Jahren Bauzeit erteilte der Generalvikar des Erzbischofs von Köln, Prälat Dr. Dominik Schwaderlapp dem Haus seinen Segen.
Zwischen Münsterbasilika und dem Stiftsgebäude an der Gangolfstraße hat der Zülpicher Architekt Professor Markus Ernst „mit einer Mischung aus Freude und Respekt“ ein Gebäude geschaffen, das Offenheit signalisiert und durch Lichtfugen die Wirkung erzeugt, als finde kaum eine Berührung zweier Bauwerke statt. Hier ist nicht nur das „Foyer am Münster“ untergebracht, ein Angebot der Citypastoral, ein Schaufenster der katholischen Kirche in dieser Stadt für Menschen mit Fragen, Probleme, Sorgen und Nöten. Von dort aus werden auch die einzelnen Geschosse des Stiftsgebäudes erschlossen. Dort hat sich der Bonner Architekt Martin Saul der Herausforderung gestellt, eine moderne Verwaltung in einem historischen Gebäude zu integrieren. Wo im Mittelalter die Verwaltung des Cassius-Stiftes untergebracht war, gibt es jetzt Büros und Sitzungsräume, für Saul ein „Spagat zwischen zeitloser Architektur und technischen Anforderungen in historischem Gewand“.
Msgr. Wilfried Schumacher zeigte sich als stolzer und erleichterter Bauherr und ist überzeugt, dass sein Stoßseufzer „endlich fertig“ weltweit zu hören gewesen sein müsse. Es gab während der Bauzeit einige unvorhergesehene Schwierigkeiten in der historischen Umgebung: ein neuer Abwasserkanal für den Kreuzgang musste gelegt werden, das Münster musste im Bereich der Westfassade zusätzliche Fundamente erhalten, die Statik des Stiftsgebäudes brauchte Unterstützung und auch die Handwerker erwiesen sich nicht alle als zuverlässig, wie Schumacher einräumen musste.
Für Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann verbessern sich mit dem Münster-Carré als zentraler Adresse für Menschen mit Fragen, Problemen, Sorgen und Nöten die Möglichkeiten für menschliche Zuwendung und Hilfe.“ Nicht die Jagd nach Profit, sondern die Nachhaltigkeit gelebter Nächstenliebe soll von hier aus ausgehen", stellte das Stadtoberhaupt fest.
Jetzt, so der Stadtdechant, müsse das neue Haus mit Leben erfüllt werden. Neben dem Foyer und den Einrichtungen der Stadtkirche solle das Haus auch einiges erwirtschaften, damit der Unterhalt finanziert werden könne. Der Münster-Pfarrer ist überzeugt:“ Das Münster-Carré wird nicht nur innerkirchlich eine gute Adresse werden. Seine exzellente Lage in der Nähe des Bahnhofs, mitten in der Stadt, neben der Münster-Basilika wird es hoffentlich auch zu einem Haus werden lassen, wo man sich gerne trifft und tagt.“ Hierfür ist Zukunft Reinhard Sentis verantwortlich, der dann auch gleich den Riesen-Hausschlüssel erhielt, den der Bauherr vorher vom Architekten bekommen hatte.
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