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26.11.2008 | Bonner Münster
Kreuzgang des Münsters in neuem Glanz
Festliche Illumination ergänzt gärtnerische Neugestaltung
„Den neu gestalteten Kreuzgang müssen auch die Bonnerinnen und Bonner besuchen“, meint Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher, der am Mittwochabend geladenen Gästen den Kreuzgang und erstmals seine Illumination präsentierte. Ab sofort ist dieser einzig erhaltene Kreuzgang des zwölften Jahrhunderts nördlich der Alpen wieder ganz zugänglich. Am Freitagabend kann man sich während der „Nacht der Offenen Kirchen“ auch die neue Beleuchtung anschauen. „Die Touristen wissen oft, dass das mittelalterliche Kleinod zu den 1000 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört, die man gesehen haben muss. Die Bonner sind nicht selten überrascht, wenn sie zufällig hierhin kommen“, so Schumacher.
Bereits im August war von der Bonner Gartenbaufirma Forster mit den Gartenarbeiten begonnen worden. Firmenchef August Forster hatte selbst mit seinen Mitarbeitern das Konzept entworfen und dem Münster geschenkt. Die Bonner Firma Knauber lieferte als Spende die Bepflanzung. Ergänzt wurden die gärtnerischen Arbeiten von der Lichtplanung des Kölner Lichtplaners Architekt Dipl.-Ing. Dirk Mailänder, der die Gänge und den Innenraum des Kreuzgangs mit einer neuen Beleuchtung versah.
Jetzt schreitet man durch die Gänge unter eigens entwickelten Pendelleuchten, die ein kerzenartiges Licht ergeben, und der Innenraum wird in ein festliches Licht getaucht, das den mittelalterlichen Wänden auch am Abend ihre Konturen gibt, ergänzt durch die indirekte Beleuchtung der Galerie.
Der Innenraum selbst ist kaum wiederzuerkennen: wo es früher Wildwuchs und oft auch Unkraut gab, orientiert sich die Bepflanzung jetzt an der strengen geometrischen Grundform des Kreuzgangs und verstärkt diese durch Buchsbaumkegel an den vier Außenecken. Kletterrosen an den Mauern und ein Lavendelring um den Brunnen sorgen für dezente Farbe im Garten. Die inneren Wege sind aus einer Kalksplittabdeckung, die sich klar gegen die umgebenden Wege des Kreuzgangs abhebt.
Die Kosten von rund 35.000 Euro sind erst zu einem Drittel durch Spenden auf die Konten der Bonner-Münster-Stiftung gedeckt. „Ich hoffe“, so der Münster-Pfarrer, dass viele begeistert sind von der neuem Gestaltung und von dem Licht und sich so veranlasst sehen, uns mit einer Spende bei der Bewältigung der Kosten zu helfen.“ Rund 40 Spender haben sich bisher mit unterschiedlichen Summen beteiligt. „Ich kann nur das Wort der Bibel zitieren: Geht hin und handelt ebenso“, meinte Schumacher bei der Eröffnung. |
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