| ||||||
|
11.08.2008 | Bonner Münster
Lavendel und Kletterrosen statt Unkraut und Wildwuchs
Münster-Pfarrer ruft zu Spenden für Verschönerung des Kreuzgangs auf - Neues Beleuchtungskonzept
Er gehört zu den 1.000 Orten, die man gesehen haben muss und ist eine Oase der Ruhe und Kontemplation mitten in der Stadt: Der mittelalterliche Kreuzgang am Bonner Münster. Allerdings trüben derzeit Unkraut und Wildwuchs das Bild. Deswegen rief Hausherr Stadtdechant und Münster-Pfarrer Msgr. Wilfried Schumacher heute zu Spenden für die Verschönerung des Kreuzgangs auf. Im Rahmen der Baumaßnahmen Foyer und Stiftsgebäude ist auch eine neue Beleuchtung des Kreuzgangs enthalten, das ebenfalls vorgestellt wurde.
Ausbesserungsarbeiten waren ohnehin nötig. Aber dieses „Schmuckstück“ will der Münster-Pfarrer nicht nur bewahren, sondern auch verschönern für die vielen Besucherinnen und Besucher, denn der Kreuzgang sei ein Geschenk für die vielen Menschen, die in der City arbeiten und sie besuchen.
Das Paradies am Münster
„Der Garten im Inneren eines Klosters oder Kirche symbolisiert den Paradiesgarten.“, erläuterte August Forster (Forster Garten- und Landschaftsbau), der mit seinem Mitarbeiter Dipl.-Ing. Jochen Westhaus die Planungen vorstellte. Von einem Garten Eden kann aber derzeit keine Rede sein, denn Sträucher versperren den Blick und im Inneren findet man eher Klee- und Unkraut statt Rasen. Deswegen hat sich die Firma Forster Garten- und Landschaftsbau mit viel Engagement und Fingerspitzengefühl der Umgestaltung gewidmet. Die Bepflanzung orientiert sich an der strengen geometrischen Grundform des Kreuzgangs und verstärkt diese zum Beispiel durch hohe Buchsbaumkegel an den vier Außenecken. Kletterrosen an den Mauern und ein Lavendelring um den Brunnen sorgen für dezente Farbe im Garten. Die inneren Wege sind aus einer Kalksplittabdeckung, die sich klar gegen die umgebenden Wege des Kreuzgangs abhebt. Der Ausführungszeitpunkt ist im September für vier Wochen terminiert.
In ein besseres Licht gerückt
In die Um- und Neubaumaßnahmen am Münster ist auch ein neues Beleuchtungskonzept für den Kreuzgang integriert. Klebten bislang Blumenvasenähnliche Lampen an der Decke, sollen es nach Vorstellung des Lichtdesigners Dirk Mailänder aus Köln sogar verschiedene visuelle Szenarien möglich sein. Um der Benutzung einerseits und der Denkmalpflege andererseits gerecht zu werden, gibt es eigens für den Bonner Kreuzgang angefertigte Leuchten. Im Umgang erhellen diese Boden und Gewölbe. Diese Spezialleuchten können aber auch verschiedene Lichteffekte von einer normalen Erhellung bis hin zu einem Kerzenlicht erzeugen, was den meditativen Charakter des Kreuzgangs unterstützt. Im Gartenbereich werden die Außenmauern von unten angestrahlt. Die gesamte Beleuchtung besteht aus engergiesparenden Lampen.
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“
Jetzt sei die Zeit reif für eine Neugestaltung, da die vielen Architekten und Ingenieure auch miteinander planen und gestalten können. Die Kosten von rund 35.000 Euro können angesichts der finanziellen Belastungen durch Um- und Neubau nicht selbst getragen werden. „Deshalb bitte ich um Spenden für die anstehende Neugestaltung. Ich bitte alle Bonnerinnen und Bonner: Helfen Sie mit, den Kreuzgang zu erhalten.“ so Msgr. Schumacher.
Die Bonner-Münster-Stiftung sammelt auf ihren Konten gerne Ihre Spende. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung fürs Finanzamt.
Spenden, Verwendungszweck: Kreuzgang
|
|
|
© Bonner Münster | Rechtliches | Impressum | Presse | Kontakt Letzte Aktualisierung: 30.11.2011 |